NDR Info Nachrichten vom 21.05.2019:

Suche nach Übergangsregierung in Wien

Wien: In Österreich soll nach den Worten von Bundespräsident Van Der Bellen eine Übergangsregierung gefunden werden. Diese müsse aus ausgewiesenen Experten bestehen. Zugleich betonte Van der Bellen, die Minister der FPÖ würden entlassen. Dies hätten sowohl sie selbst als auch Kanzler Kurz beantragt. Kurz sagte, der Präsident habe ihn beauftragt, integere Experten für ein Übergangskabinett zu finden. Der Kanzler will Van der Bellen noch heute entsprechende Vorschläge machen. Beobacher bewerteten die Enwicklung als eine Stärkung des Regierungschefs durch den Bundespräsidenten. Auslöser der Krise in Österreich ist das sogenannte Ibiza-Video. Es zeigt, wie der frühere FPÖ-Chef und Vize-Kanzler Strache einer vermeintlichen russischen Millionärin Regierungsaufträge als Gegenleistung für Wahlkampfhilfen in Aussicht stellt.| 21.05.2019 15:15 Uhr

Umweltbundesamt: Mehrweg statt Einwegbecher

Berlin: Das Umweltbundesamt schlägt eine Steuer auf Einweg-Getränkebecher in Cafés vor. In einer Studie für das Bundesumweltministerium sprechen sich die Autoren außerdem dafür aus, die Pfandsysteme auszubauen, um den Müll erheblich zu reduzieren. Ministerin Schulze sagte, die Regierung werde rasch entscheiden, wie die Vorschläge umgesetzt und die Hersteller stärker zu Kasse gebeten werden können. Die SPD-Politikerin bezeichnete Einwegbecher als Symptom der Wegwerfgesellschaft. Allein in Deutschland würden stündlich 320.000 solcher Becher verbraucht. Auf europäischer Ebene hat die Richtlinie gegen Einwegplastik im Ministerrat die letzte Hürde genommen. Die Mitgliedsstaaten sollen die Regelungen nun binnen zwei Jahren in nationales Recht umsetzen. Die Richtlinie verbietet unter anderem Plastikbesteck und -teller sowie Trinkhalme und Wattestäbchen.| 21.05.2019 15:15 Uhr

May will neue Brexit-Pläne vorstellen

London: Die britische Premierministerin May stellt am Nachmittag ihre überarbeiteten Brexit-Pläne vor. Das kündigte eine Sprecher der Premierministerin an. Der zwischen May und der EU ausgehandelte, vom Parlament aber drei Mal abgelehnte Brexit-Vertrag sei in einigen Punkten verändert worden. Die oppositionelle Labour-Partei äußerte sich zurückhaltend. Deren Finanzchef McDonnell sagte, ausgehend von dem, was er bislang gehört habe, glaube er nicht, dass viele Mitglieder seiner Partei von dem Inhalt inspiriert werden.| 21.05.2019 15:15 Uhr

OECD: Viele Risiken für Weltwirtschaft

Paris: Die OECD warnt vor zunehmenden Risiken für die weltweite Wirtschaft. Vor allem der von US-Präsident Trump entfachte Handelsstreit mit China und anderen Ländern stelle für die Konjunktur eine große Gefahr dar, erklärte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in ihrem neuen Bericht. Danach wird das weltweite Wachstum im laufenden Jahr mit 3,2 Prozent eher moderat ausfallen. Für Deutschland erwartet die OECD nur noch ein Plus von 0,7 Prozent. Die Organisation kritisiert, die öffentlichen Investitionen in der Bundesrepublik seien zu gering und die Bürokratie zu groß.| 21.05.2019 15:15 Uhr