NDR Info Nachrichten vom 20.05.2019:

Ibiza-Affäre: Auch Innenminister Kickl vor dem Aus?

Wien: Österreichs Bundeskanzler Kurz will sich in der Ibiza-Affäre offenbar auch von FPÖ-Innenminister Kickl trennen. Kanzleramtsminister Blümel sagte im ORF, andernfalls sei eine lückenlose Aufklärung nicht möglich. Die FPÖ wiederum drohte damit, umgehend alle ihre Minister aus der Regierung abzuziehen, sollte Kickl entlassen werden. Zur Stunde gibt die Partei eine Erklärung ab und am Mittag will dies auch Regierungschef Kurz tun. Der bisherige Vize-Kanzler und FPÖ-Chef Strache war am Sonnabend zurückgetreten. Kanzler Kurz kündigte wenig später das Ende der Koalition zwischen seiner ÖVP und der FPÖ an. Im September soll es vorgezogene Parlamentswahlen geben. Grund ist ein am Freitag veröffentlichtes Video, das vor zwei Jahren heimlich gedreht wurde.| 20.05.2019 10:45 Uhr

Selenskyi löst ukrainisches Parlament auf

Kiew: Der neue ukrainische Präsident Selenskyi hat das Parlament aufgelöst. In seiner Antrittsrede kündigte er vor den Abgeordneten eine Neuwahl in den kommenden zwei Monaten an und damit einige Wochen früher, als geplant. Selenskyi hat im Parlament keine eigene Mehrheit und kann damit keine Reformen durchsetzen. Der 41-Jährige frühere Komiker hatte zuvor den Amtseid im Parlament abgelegt. Selenskyi steht für einen proeuropäischen Kurs. Er kündigte eine neue Friedensinitiative für den Osten der Ukraine an. Dort kontrollieren pro-russische Rebellen mehrere Regionen und kämpfen seit Jahren gegen die ukrainische Armee.| 20.05.2019 10:45 Uhr

Keine Android-Updates mehr für Huawei-Smartphones?

New York: Der Streit zwischen den USA und dem chinesischen Technologiekonzern Huawei hat jetzt offenbar auch Konsequenzen für Smartphone-Besitzer. Nach Angaben des US-Branchenriesen Google erhalten Huawei-Geräte vorerst keine Updates mehr für das Betriebssystem Android. Allerdings soll es weiterhin einen Zugang zum App-Store geben. Für die künftigen Smartphones des chinesischen Herstellers könnte auch das nicht mehr gelten. Google reagiert damit offenbar auf Maßnahmen der amerikanischen Regierung. Washington hatte Huawei in der vergangenen Woche auf eine schwarze Liste gesetzt. Präsident Trump wirft dem Konzern vor, mit seinen Produkten eine Basis für chinesische Spionage zu schaffen.| 20.05.2019 10:45 Uhr