NDR Info Nachrichten vom 04.05.2019:

Klimaschutz: Städte und Gemeinden fordern Konzepte

Berlin: Die deutschen Kommunalverbände fordern ein konkretes Konzept der Bundesregierung zum Klimaschutz. Der Chef des Deutschen Städtetags, Dedy, sagte mehreren Zeitungen, die Kommunen bemühten sich zwar schon lange um weniger CO2-Emissionen, allerdings gebe es keinen "Masterplan". Es fehlten immer noch klare Vorgaben und Anreize für Kommunen und Bürger. Hintergrund der Forderungen ist ein Beschluss der Stadt Konstanz. Auf Antrag der Schülerbewegung "Fridays for Future" hatte der Gemeinderat den Klimanotstand ausgerufen.| 04.05.2019 13:00 Uhr

Kramp-Karrenbauer erteilt CO2-Steuer klare Absage

Halle: CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer hat einer CO2-Steuer eine klare Absage erteilt. Sie sei davon überzeugt, dass es intelligentere Methoden für mehr Klimaschutz gebe als neue Steuern zu erheben, sagte die CDU-Chefin auf einem Landesparteitag in Sachsen-Anhalt. Sie warb stattdessen dafür, über einen europaweiten Emissionshandel oder Zertifikate nachzudenken. Die große Koalition in Berlin will noch in diesem Jahr ein Klimaschutzgesetz verabschieden. Der Ausstoß von Kohlendioxid gilt als eine Ursache der Erderwärmung. Für die Einführung einer CO2-Steuer beispielsweise auf Kraftstoffe hatte sich Umweltministerin Schulze ausgesprochen. Die Einnahmen sollen an die Bürger zurückgezahlt werden.| 04.05.2019 13:00 Uhr

Raketentest: Seoul zeigt sich besorgt

Seoul: Die Regierung Südkoreas hat sich sehr besorgt über den neuen Waffentest im kommunistischen Norden gezeigt. Sie forderte die Führung in Pjöngjang auf, die Aktionen einzustellen, die die militärischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verschärften. Das Militär Nordkoreas hatte nach Angaben aus Seoul heute früh Ortszeit mehrere Projektile abgefeuert, die vor der Ostküste ins Meer stürzten. Unklar ist bislang, um welchen Waffentyp es sich dabei handelte. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatte sich bei einem Gipfel mit US-Präsident Trump und Südkoreas Staatschef Moon im vergangenen Juni grundsätzlich auf eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel verständigt. Ein weiteres Treffen im Februar endete ohne Fortschritte.| 04.05.2019 13:00 Uhr

Unruhen im Gazastreifen

Tel Aviv: Die Unruhen im Gaza-Streifen und dem umliegenden Grenzgebiet dauern weiter an. Nach Angaben der israelischen Armee seien rund 90 Raketen Richtung Israel abgefeuert worden. Die israelische Luftwaffe reagierte mit Angriffen auf Hamas-Stellungen. Ob es Opfer gab, ist bislang unklar. Bei Protesten an den Grenzanlagen des palästinensischen Küstenstreifens hatte es erst gestern mehrere Tote und Verletzte gegeben. Am Montag beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan. Möglicherweise stehen die aufflammenden Unruhen damit in Zusammenhang.| 04.05.2019 13:00 Uhr