NDR Info Nachrichten vom 30.04.2019:

Japans Kaiser Akihito dankt ab

Tokio: In Japan haben die Zeremonien zur Abdankung von Kaiser Akihito begonnen. Der 85-Jährige kündigte mit religiösen Riten in den Schreinen seines Palastes den Göttern der japanischen Ur-Religion Shinto seinen Rückzug an. Formal dankt Akihito um Mitternacht Ortszeit ab; damit endet eine 30-jährige Regentschaft. Morgen wird dann sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito, den Thron besteigen. Laut der japanischen Nachkriegsverfassung hat der Kaiser keinerlei politische Macht, sondern ist ein Symbol der Einheit der Nation. Akihito ist der erste Kaiser in Japan seit rund 200 Jahren, der noch zu Lebzeiten den Thron übergibt.| 30.04.2019 07:45 Uhr

Serbien und Kosovo bekennen sich zum Dialog

Berlin: Auf der Westbalkan-Konferenz haben sich nach Angaben der Bundesregierung Serbien und das Kosovo zum Dialog bekannt. Beide Seiten wollten sich unter Vermittlung der EU wieder konstruktiv in Gespräche zur Normalisierung der Beziehungen einbringen, teilte das Bundespresseamt nach der Konferenz im Kanzleramt mit. Ziel sei ein umfassendes und endgültiges Abkommen zwischen Belgrad und Pristina. Obwohl mehr als 100 Länder das Kosovo staatlich anerkennen, betrachtet Serbien das Gebiet nach wie vor als abtrünnige Provinz. Ein rechtlich bindendes Abkommen sei wichtig für die Stabilität in der Region, betonten die Teilnehmer des Treffens. Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron hatten dazu führende Vertreter aller Westbalkan-Staaten nach Berlin eingeladen.| 30.04.2019 07:45 Uhr

Hannover: OB Schostok vor Rücktritt?

Hannover: Der Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt, Schostok, will heute eine Erklärung über seine politische Zukunft abgeben. Beobachter gehen davon aus, dass der SPD-Politiker wegen der Untreue-Vorwürfe gegen ihn seinen Rücktritt bekannt gibt. Die Staatsanwaltschaft hatte Schostok vergangene Woche angeklagt. Er soll von zu Unrecht gezahlten Gehaltszuschlägen an zwei Mitarbeiter gewusst, aber nichts dagegen unternommen haben. Insgesamt geht es um einen Betrag von rund 64.000 Euro. Schostok bestreitet die Vorwürfe.| 30.04.2019 07:45 Uhr