NDR Info Nachrichten vom 25.04.2019:

Fusion Deutscher Bank und Commerzbank abgesagt

Frankfurt am Main: Nach der geplatzten Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank steht Bundesfinanzminister Scholz in der Kritik. Union und Grüne machten den SPD-Politiker mitverantwortlich für die Lage, die beide Geldhäuser zunächst ohne ausgearbeitete Alternative zurücklässt. Scholz galt zusammen mit seinem Staatssekretär Kukies als Treiber der heute abgebrochenen Fusionsgespräche. Der Unions-Finanzexperte Michelbach nannte die Pläne von Scholz und Kukies Blütenträume von der Bildung nationaler Champions. Der Grünen-Spitzenkandidat für die Europawahl, Giegold, sprach in einem Interview von einer Klatsche für Scholz und seinem Größenwahn. Der Minister erklärte schriflich, die Bundesrepublik benötige ein weltweit wettbewerbsfähiges Geldhaus. Die global agierende deutsche Industrie braucht konkurrenzfähige Kreditinstitute, die sie in aller Welt begleiten könnten. Allerdings müssten sich Kooperationen auch rechnen, räumte Scholz ein.| 25.04.2019 23:00 Uhr

Schostok vor Rücktritt?

Hannover: In der niedersächsischen Landeshauptstadt verdichten sich offenbar Hinweise auf einen möglichen Rücktritt von Oberbürgermeister Schostok. Gestern hatte die Staatsanwaltschaft Schostok wegen schwerer Untreue angeklagt. Hannovers SPD-Chef Kirci sagte NDR 1 Niedersachsen am Rande einer Ratssitzung, dass Konsequenzen erfolgen würden. Wörtlich ergänzte Kirci, das heiße, dass das Rücktrittsverfahren eingeleitet werde. Der Oberbürgermeister hatte zu Beginn der Sitzung erklärt, er nehme fehlendes politisches Vertrauen wahr und nehme das sehr ernst. Er wolle am Dienstag mit den Fraktionsspitzen nach neuen Wegen suchen und Konsequenzen nennen. Schostok soll von unzulässigen Gehaltszuschlägen für zwei Spitzenbeamte gewusst haben.| 25.04.2019 23:00 Uhr

Öl-Import aus Russland teils gestoppt

Moskau: Die Öl-Lieferungen Russlands an Deutschland und andere europäische Länder sind wegen Verschmutzungen teilweise gestoppt. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, die Versorgung sei aber gesichert und Reserven müssen nicht angezapft werden. Der Mineralölverband MWV gab ebenfalls Entwarnung. Der Rohölpreis stieg dennoch auf den höchsten Stand in diesem Jahr. Polen hatte gestern den Import über die Druschba-Pipeline gestoppt, da Raffinerien das Öl nicht verarbeiten können. Die Pipeline endet im brandenburgischen Schwedt. Offenbar hat ein noch unbekannter Produzent Öl mit überhöhten Chlorid-Mengen eingespeist. Deutschland bezieht etwa 36 Prozent seines Rohöls aus Russland, einen großen Teil davon über die Pipeline Druschba.| 25.04.2019 23:00 Uhr