NDR Info Nachrichten vom 14.04.2019:

62 Migranten auf Malta an Land gegangen

Valletta: 62 Flüchtlinge sind nach zehn Tagen auf dem deutschen Rettungsschiff "Alan Kurdi" in Malta an Land gegangen. Ein Boot der maltesischen Marine übernahm die Migranten von dem Schiff der deutschen Organisation "Sea Eye" und brachte sie in den Hafen von Valetta. Von dort sollen sie auf vier EU-Länder verteilt werden. Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Portugal haben sich bereit erklärt, die Flüchtlinge aufzunehmen. Sie waren Mitte vergangener Woche von der "Alan Kurdi" vor der libyschen Mittelmeerküste aufgenommen worden. Das Schiff bekam seitdem keine Genehmigung, einen europäischen Hafen anzulaufen. Nach zähen Verhandlungen lenkte Malta jetzt ein und sagte zu, die Flüchtlinge mit einem eigenen Schiff an Land zu bringen.| 14.04.2019 00:00 Uhr

Ausgangssperre im Sudan aufgehoben

Khartum: Im Sudan versucht die Militärführung nach Massenprotesten, die Lage zu beruhigen. Der neue Anführer des militärischen Übergangsrates, Burhan, hat die von seinem Vorgänger verhängte Ausgangssperre für aufgehoben erklärt. Er kündigte außerdem Gespräche mit oppositionellen Gruppen an. Er bekräftigte, dass das Militär nach höchstens zwei Jahren die Macht an eine zivile Regierung abgeben wird. Zuvor hatten zehntausende Demonstranten in dem ostafrikanischen Land erneut gefordert, dass eine solche Machtübergabe früher erfolgen müsse. Im Sudan war Langzeitmachthaber al-Baschir am Donnerstag gestürzt worden, ein Militärrat übernahm die Regierungsgeschäfte. Der Präsident des Rates wurde nach nur einem Tag abgelöst. Seitdem gibt sich die Armee etwas volksnäher.| 14.04.2019 00:00 Uhr

22 Finanzminister wollen gegen Klimawandel vorgehen

Washington: Im Kampf gegen den Klimawandel haben Finanzminister mehrerer Länder vereinbart, stärker zusammen zu arbeiten. Auf der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank unterzeichneten insgesamt 22 Minister ein entsprechendes Papier. Als ein Ziel wird darin formuliert, den Ausstoß von Kohlendioxid teurer zu machen. Dies könne zum Beispiel erreicht werden, indem Subventionen für fossile Brennstoffe abgebaut werden. Genannt werden auch Umweltabgaben oder Instrumente für einen Emissionshandel. Konkrete Schritte wurden aber nicht vereinbart. Zu den Unterzeichnern des Papiers gehören neben Deutschland unter anderen Frankreich, Großbritannien, Spanien, Schweden und Chile - nicht aber die USA.| 14.04.2019 00:00 Uhr

Ministerium rechnet mit schneller Umrüstung vieler Diesel

Berlin: Das Bundesverkehrsministerium geht davon aus, dass ausstehende Diesel-Software-Nachrüstungen schnell umgesetzt werden. In einer Mitteilung heißt es, in den vergangenen Wochen seien viele Freigaben erteilt worden. Bei Dieselautos würden daher die Umrüstzahlen schnell ansteigen. Das Ministerium hatte zuvor bekannt gegeben, dass die Autohersteller noch immer in Verzug seien. Etwa eine Million Fahrzeuge hätten noch kein Update der Abgas-Software bekommen. Rund 4,3 Millionen Diesel seien dagegen schon versorgt.| 14.04.2019 00:00 Uhr