NDR Info Nachrichten vom 01.04.2019:

Organspenden: Spahn stellt neuen Entwurf vor

Berlin: Bundesgesundheitsminister Spahn und SPD-Fraktionsvize Lauterbach haben einen gemeinsamen Gesetzentwurf zur Neuregelung von Organspenden vorgelegt. Dieser sieht vor, dass künftig jeder als Organspender gilt, der sich nicht ausdrücklich dagegen ausgesprochen hat. Nach dem Tod des Betroffenen können auch Angehörige Widerspruch einlegen. Spahn erklärte, eine neue Regelung sei nötig, da bisherige Gesetze nicht den gewünschten Erfolg gebracht hätten. Lauterbach gab an, dass in Deutschland jedes Jahr etwa 2.000 Menschen sterben, weil kein Spenderorgan zur Verfügung gestanden habe. Ärztepräsident Montgomery warb dagegen auf NDR Info für eine Lösung, nach der verbindliche regelmäßige Befragungen der Bürger und ein bundesweites Online-Register eingeführt werden sollen.| 01.04.2019 12:15 Uhr

Türkei: AKP verzeichnet Verluste bei Kommunalwahl

Istanbul: Die türkische Regierungspartei AKP von Präsident Erdogan muss in mehreren Großstädten mit dem Verlust der Bürgermeisterämter rechnen. Bei der Kommunalwahl bekam die AKP laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu nach bisherigem Stand zwar landesweit mit rund 45 Prozent erneut die meisten Stimmen. In Istanbul allerdings liegt der Kandidat der Oppositionspartei CHP aktuell knapp vor dem amtierenden Bürgermeister der AKP. Auch in der Hauptstadt Ankara zeichnet sich für Erdogans Partei eine Niederlage ab. Die endgültigen Wahlergebnisse stehen noch aus, da noch nicht alle Stimmen ausgezählt sind.| 01.04.2019 12:15 Uhr

Selenski führt bei Präsidentenwahl in Ukraine

Kiew: Der Komiker und politische Quereinsteiger Selenski hat gute Chancen, den ukrainischen Präsidenten Poroschenko abzulösen. In der ersten Runde der Präsidentenwahl erhielt Selenski die meisten Stimmen. Nach Auszählung von etwa 70 Prozent der Wahlzettel kommt er auf 30 Prozent. Für Poroschenko votierten 16 bis 17 Prozent der Abstimmenden. Julia Timoschenko liegt mit 13 Prozent auf dem dritten Platz. Damit kommt es wahrscheinlich in drei Wochen zu einer Stichwahl zwischen Selenski und Poroschenko. Selenski ist den meisten Ukrainern aus einer Polit-Fernsehserie bekannt. Zu seinen politischen Zielen hat er sich kaum geäußert.| 01.04.2019 12:15 Uhr