NDR Info Nachrichten vom 20.03.2019:

EVP schließt vorerst Fidesz aus

Brüssel: Die rechtsnationale ungarische Volkspartei Fidesz ist vorübergehend nicht mehr Mitglied der Europäischen Volkspartei EVP. Einen entsprechenden Beschluss fasste ein EVP-Vorstandstreffen. Unter den fast 200 Delegierten gab es nur drei Gegenstimmen. Die Fidesz von Ungarns Regierungschef Orban darf damit nicht mehr an Parteitreffen teilnehmen, hat keine Stimmrechte mehr und darf keine Kandidaten für EVP-Posten nominieren. Zur Europäischen Volkspartei gehören große konservative Parteien aus der EU, darunter CDU und CSU. Die ungarische Fidesz steht seit Monaten wegen eines anti-europäischen und nationalen Kurses in der Kritik. Der Streit war zuletzt angesichts eine Plakatkampagne in Ungarn eskaliert. Darin warf die Fidesz EU-Kommissionspräsident Juncker vor, illegale Einwanderung in die EU bewusst zu fördern.| 20.03.2019 22:00 Uhr

Verschiebung des Brexit: Tusk sieht Möglichkeiten

Brüssel: EU-Ratspräsident Tusk zeigt sich unter bestimmten Bedingungen offen für eine kurze Verschiebung des Brexit-Termins. Tusk sagte nach einem Telefonat mit Premierministerin May, Voraussetzung sei allerdings, dass das Unterhaus dem Austritts-Vertrag kommende Woche doch noch zustimmt. Der von May vorgeschlagene Aufschub des Brexit bis zum 30. Juni habe etwas für sich, fügte er hinzu. Allerdings werfe der Vorstoß eine Reihe ernster juristischer und politischer Fragen auf. Die EU-Staats- und Regierungschefs würden dies morgen auf ihrem Gipfel besprechen.| 20.03.2019 22:00 Uhr