NDR Info Nachrichten vom 18.03.2019:

Polizei fasst Hauptverdächtigen von Utrecht

Utrecht: Die niederländische Polizei hat nach den tödlichen Schüssen in einer Straßenbahn den Hauptverdächtigen festgenommen. Der Zugriff erfolgte unweit des Tatorts im Zentrum von Utrecht. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 37-jährigen türkischstämmigen Mann, der vorbestraft ist - auch wegen Gewalttaten. Er soll am Vormittag in der Straßenbahn drei Menschen erschossen haben. Von den fünf Verletzten sind drei in kritischem Zustand. Der niederländische Ministerpräsidenten Rutte sagte, ob der Verdächtige ein terroristisches Motiv gehabt habe, sei unklar. Die Polizei wollte auch eine Beziehungstat nicht ausschließen. Die Behörden stuften am Abend die höchste Terrorwarnstufe für die Provinz Utrecht wieder etwas herab.| 18.03.2019 21:00 Uhr

Merkel will Klimaschutz voranbringen

Bremerhaven: Bundeskanzlerin Merkel hat harte Entscheidungen in der Klimaschutzpolitik angekündigt. Merkel sagte bei einem Bürgerdialog in Bremerhaven, Deutschland müsse beim Thema Klima mehr tun, um seine Ziele zu erreichen. Sie forderte, ganzheitlich zu denken. So gebe es Bürger, die zwar für die Energiewende seien, aber keinen Leitungsbau für Trassen wollten, die Strom aus Windkraft nach Süden leiten sollen. Einen großen Beitrag zur CO2-Minderung kann nach Ansicht der Kanzlerin das Dämmen von Wohnungen leisten. Ein Problem ist für sie der Verkehr, der bisher in der Summe keinen Beitrag zu einem reduzierten Ausstoß von Kohlendioxid geleistet habe. Verbesserungen an Fahrzeugen würden durch einen gleichzeitig wachsenden Verkehr zunichte gemacht.| 18.03.2019 21:00 Uhr

Prozess nach Messerattacke Chemnitz

Dresden: Im Prozess um den tödlichen Messerangriff in Chemnitz hat die Verteidigung gefordert, das Verfahren einzustellen. Es mangele an handfesten Beweisen. Unter anderem sei an der mutmaßlichen Tatwaffe keine DNA des 23-jährigen Angeklagten gefunden worden. Der Verteidiger äußerte sich zum Auftakt des Prozesses. Ein erster Zeuge konnte den Beschuldigten nicht identifizieren. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Syrer vor, er habe Ende August gemeinsam mit einem flüchtigen Verdächtigen aus dem Irak einen 35-Jährigen erstochen. Wegen des großen öffentlichen Interesses wird vor dem Oberlandesgericht in Dresden verhandelt. Nach dem Angriff in Chemnitz hatte es dort ausländerfeindliche Proteste und Ausschreitungen gegeben.| 18.03.2019 21:00 Uhr

Brexit: Keine erneute Abstimmung

London: Die britische Regierung kann das Unterhaus nicht ein weiteres Mal über den unveränderten Brexit-Vertrag abstimmen lassen. Das sagte Parlamentspräsident Bercow. Er verwies auf eine Regel aus dem frühen 17. Jahrhundert, wonach eine unveränderte Vorlage nicht beliebig oft zur Abstimmung gestellt werden kann. Bercow betonte, sollte die Regierung einen Vorschlag einbringen, der sich von dem unterscheide, der am 12. März vom Unterhaus abgelehnt worden sei, wäre das in Ordnung. Eigentlich wollte Premierministerin May den Abgeordneten ihr mit der EU ausgehandeltes Abkommen bis übermorgen erneut vorlegen.| 18.03.2019 21:00 Uhr