NDR Info Nachrichten vom 16.03.2019:

Massive Gewalt bei "Gelbwesten"-Protesten

Paris: Bei Protesten der sogenannten "Gelbwesten" ist es in der französischen Hauptstadt zu schwersten Ausschreitungen gekommen. Auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées wurden Boutiquen geplündert und in Brand gesteckt. Randalierer zündeten zudem eine Bankfiliale an. Beim Brand des darüber liegenden Wohnhauses wurden elf Menschen verletzt. Es war der gewalttätigste "Gelbwesten"-Protest seit Dezember. Innenminister Castaner sprach von 1500 "extrem gewaltbereiten" Teilnehmern unter den rund 10.000 Demonstranten in Paris. Landesweit gingen nach Angaben des Innenministeriums 14.500 "Gelbwesten" auf die Straße. Bis zum Nachmittag nahm die Polizei etwa 130 Menschen fest.| 16.03.2019 21:00 Uhr

Christchurch: Suche nach Hintergründen

Christchurch : Nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt hat die Suche nach den Hintergründen und möglichen Versäumnissen der Behörden begonnen. Es stelle sich die Frage, warum der Täter trotz seiner rechtsextremistischen Ansichten nicht im Visier der Geheimdienste war, sagte Premierministerin Ardern. Sie kündigte zudem eine Verschärfung der Waffengesetze an. Der mutmaßliche Täter, ein 28-jährger Australier, hatte bei den Angriffen auf zwei Moscheen 49 Menschen getötet. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen scheint er die Schüsse in den Moscheen alleine abgefeuert zu haben.| 16.03.2019 21:00 Uhr

Kuban neuer Vorsitzender der Jungen Union

Berlin: Die Junge Union hat den niedersächsischen Juristen Tilman Kuban zum neuen Vorsitzenden gewählt. In einer Kampfabstimmung setzte sich der 31-Jährige mit 200 der 319 gültigen Stimmen gegen den Landtagsabgeordneten und thüringischen JU-Vorsitzenden Stefan Gruhner durch. Zuvor hatten beide Kandidaten vor den Delegierten auf dem Deutschlandtag in Berlin mit heftigen Attacken auf die anderen Parteien für sich geworben. Kuban betonte, die Junge Union dürfe nicht zulassen, dass sich die Regierung mehr mit sozialen Wohltaten als mit Zukunftsthemen beschäftige. Die Neuwahl auf dem außerordentlichen Deutschlandtag wurde nötig, weil der bisherige Vorsitzende Paul Ziemiak im Dezember neuer CDU-Generalsekretär geworden war.| 16.03.2019 21:00 Uhr