NDR Info Nachrichten vom 13.03.2019:

Brexit-Vertrag scheitert erneut im Unterhaus

London: Die britische Premierministerin May ist mit ihrem Brexit-Abkommen auch im zweiten Anlauf im Unterhaus gescheitert. Trotz weiterer Zusagen der Europäischen Union lehnte das Parlament die Vorlage mit großer Mehrheit ab. 391 Abgeordnete stimmten dagegen, nur 242 dafür. Oppositionsführer Corbyn erklärte den Brexit-Vertrag daraufhin für "tot". Damit ist auch zweieinhalb Wochen vor dem geplanten Austrittstermin noch völlig unklar, unter welchen Umständen Großbritannien die Europäische Union verlässt. Heute werden die Abgeordneten des Unterhauses zunächst darüber abstimmen, ob sie einen No-Deal-Brexit, also einen ungeregelten Austritt wollen. Sollten sie mehrheitlich dagegen votieren, ist für Donnerstag eine weitere Abstimmung geplant. Dann können die Abgeordneten entscheiden, ob Großbritannien die EU um eine Verschiebung des Brexits bitten soll.| 13.03.2019 07:15 Uhr

EU bedauert Entscheidung der Briten

Brüssel: Die EU hat das erneute Nein der Briten zum Brexit-Vertrag bedauert. Ein Sprecher von Ratspräsident Tusk sagte, die Wahrscheinlichkeit eines ungeregelten Austritts werde dadurch deutlich erhöht. Ähnlich äußerte sich Bundesaußenminister Maas. Auch der französische Präsident Macron zeigte sich enttäuscht von dem Abstimmungsergebnis im Unterhaus. Ohne eine glaubwürdige Strategie der britischen Regierung könne der Verhandlungszeitraum unter keinen Umständen verlängert werden, heißt es aus dem Präsidentenpalast. Der niederländische Ministerpräsident Rutte betonte, die Lösung im Brexit-Streit müsse aus London kommen.| 13.03.2019 07:15 Uhr

Kardinal Pell zu sechs Jahren Haft verurteilt

Melbourne: Der ehemalige Finanzchef des Vatikans, der australische Kardinal Pell, ist wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Drei Monate nach dem Schuldspruch gab ein Gericht nun das Strafmaß gegen den 77-Jährigen bekannt. Der einstige Papst-Vertraute hat sich nach Auffassung der Richter Mitte der 90er Jahre in Melbourne an zwei damals 13-jährigen Chormitgliedern vergangen. Pell bestreitet alle Vorwürfe und geht gegen das Urteil in Berufung. Er ist weltweit der ranghöchste katholische Würdenträger, der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt und verurteilt wurde.| 13.03.2019 07:15 Uhr

Studie: Fehlzeiten hängen stark vom Beruf ab

Berlin: Wie häufig Beschäftigte wegen Krankheit fehlen, hängt offenbar stark vom Beruf ab. Das geht aus einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK hervor. Danach beeinflusst der jeweilige Job sowohl den Umfang der Fehlzeiten als auch die Art der Erkrankung. Die meisten Krankmeldungen kommen demnach von Menschen, die im Beruf höheren körperlichen Belastungen ausgesetzt sind, etwa in der Energie-, Wasser- und Abfallwirtschaft. Sie klagen vor allem über Muskel-Skelett-Probleme und fehlen an durchschnittlich 33 Tagen im Jahr. In Lehre und Forschung an Hochschulen waren es dagegen im Schnitt nur 5 Fehltage. Für die Studie wurden die Daten von knapp 14 Millionen Versicherten ausgewertet.| 13.03.2019 07:15 Uhr