NDR Info Nachrichten vom 13.03.2019:

Brexit: Londoner Parlament gegen Abkommen

London: Die britische Premierministerin May ist auch im zweiten Anlauf mit dem Brexit-Abkommen im Unterhaus gescheitert. Die Abgeordneten lehnten die Vorlage gestern Abend trotz weiterer Zusagen der EU wieder mit großer Mehrheit ab. Oppositionsführer Corbyn erklärte das Abkommen für "tot". Mit dem Votum ist zweieinhalb Wochen vor dem anvisierten Austrittsdatum am 29. März völlig unklar, unter welchen Umständen Großbritannien die Union tatsächlich verlassen wird. Heute soll das Parlament in London darüber abstimmen, ob das Land ohne Abkommen, also ungeregelt, austreten soll.| 13.03.2019 02:00 Uhr

Brexit: Bedauern über Parlamentsentscheidung

Brüssel: Die EU hat das erneute britische Nein zum Brexit-Vertrag bedauert. Ein Sprecher von Ratspräsident Tusk sagte, die Wahrscheinlichkeit eines ungeregelten Austritts werde dadurch deutlich erhöht. Ähnlich äußerte sich Bundesaußenminister Maas. Auch Paris zeigte sich enttäuscht von dem Abstimmungsergebnis. Man könne unter keinen Umständen eine Verlängerung des Verhandlungszeitraums ohne eine glaubwürdige Strategie Großbritanniens akzeptieren, teilte der Präsidentenpalast mit. Der niederländische Ministerpräsident Rutte betonte, die Lösung im Brexit-Streit müsse aus London kommen.| 13.03.2019 02:00 Uhr

Missbrauch: Kardinal Pell zu sechs Jahren Haft verurteilt

Melbourne: Der ehemalige Finanzchef des Vatikans, Kardinal Pell, ist wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in Melbourne blieb damit deutlich unter der möglichen Höchststrafe von 50 Jahren für den 77-jährigen Australier. Der einstige Papst-Vertraute war im Dezember schuldig gesprochen worden, sich Mitte der 90er Jahre in der Kathedrale von Melbourne an zwei damals 13-jährigen Chormitgliedern vergangen zu haben. Pell bestreitet alle Vorwürfe und geht gegen das Urteil in Berufung.| 13.03.2019 02:00 Uhr

EU: Flugverbot für 737 Max 8

Brüssel: Der Luftraum über Europa ist seit gestern Abend für sämtliche Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 gesperrt. Es gehe darum, nach dem tragischen Unglück des Flugs der Ethiopian Airlines die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, heißt es in einer Erklärung der europäischen Luftfahrtbehörde. Davon betroffen sind auch Flüge von, nach und innerhalb Europas, die von nicht-europäischen Linien angeboten werden. Das Boeing Modell muss zudem in Australien und weiten Teilen Asiens am Boden bleiben.| 13.03.2019 02:00 Uhr