NDR Info Nachrichten vom 11.03.2019:

Absturz: Tui prüft Folgen für Boeing-Modell

Hannover: Der Reisekonzern Tui prüft nach dem Flugzeugabsturz in Äthiopien, ob ein vorläufiges Startverbot für seine Maschinen des betroffenen Typs Boeing 737 Max 8 nötig ist. Ein Sprecher sagte, das Unternehmen stehe in engem Kontakt mit Boeing und werde mit dem Hersteller die Situation bewerten. Zur Tui-Flotte gehören 15 Maschinen dieses Typs, die in Großbritannien und den Benelux-Staaten im Einsatz sind. In Deutschland soll die Boeing 737 Max 8 Mitte kommenden Monats erstmals für den Konzern an den Start gehen. In Äthiopien und China müssen baugleiche Maschinen zunächst am Boden bleiben. Bei dem gestrigen Absturz waren 157 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen laut Auswärtigem Amt auch fünf Deutsche. Ermittler in Äthiopen fanden inzwischen die beiden Datenschreiber der Maschine. Sie können Hinweise auf die Absturzursache geben.| 11.03.2019 12:15 Uhr

Gedenken an Amoklauf von Winnenden 2009

Winnenden: Die baden-württembergische Stadt erinnert heute an die Opfer des Amoklaufs vor zehn Jahren. Am 11. März 2009 war ein 17-Jähriger in seine Schule eingedrungen und hatte mit der Pistole seines Vaters das Feuer eröffnet. Neun Jugendliche und drei Lehrerinnen kamen ums Leben. Auf seiner anschließenden Flucht erschoss der Täter drei weitere Menschen und danach sich selbst. Um 9 Uhr 33 Uhr - dem Zeitpunkt, zu dem der Amoklauf damals begann - läuteten heute alle Kirchenglocken in Winnenden. Anschließend wurden bei einem öffentlichen Gedenken die 15 Namen der Opfer verlesen.| 11.03.2019 12:15 Uhr

Union kritisiert SPD wegen Debatte um Koalition

Berlin: Weitere Spitzenpolitiker der Union haben Spekulationen über die Zukunft der Bundesregierung scharf kritisiert. Gesundheitsminister Spahn sagte dem "Münchner Merkur", Debatten über einen Koalitionsbruch kämen immer nur aus der SPD. CSU-Landesgruppenchef Dobrindt rief die Sozialdemokraten in der "Bild"-Zeitung auf, die Erfolge der Regierungsarbeit selbstbewusst zu vertreten statt über ein frühzeitiges Ende der Koalition zu diskutieren. Der Vorsitzende der konservativen Werteunion, Mitsch, rief dagegen Kanzlerin Merkel auf, ihr Amt schnell an CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer zu übergeben.| 11.03.2019 12:15 Uhr

Innenministerium stellt Digitalisierungs-Index vor

Berlin: Die digitale Infrastruktur ist in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen, aber auch in Schleswig-Holstein gut ausgebaut. Zu diesem Ergebnis kommt eine Unteruchung des Fraunhofer-Instituts, die das Bundesinnenministerium heute vorgestellt hat. Demnach haben neben Wirtschaft und Forschung auch die Kommunen Fortschritte bei der Digitalisierung gemacht. Die Forscher sehen aber noch Handlungsbedarf beim Online-Angebot von öffentlichen Dienstleistungen. Zum Beispiel sei es bei 37 Prozent der Städte und Gemeinden möglich, über das Internet ein Gewerbe anzumelden. Bauanträge seien auf diesem Weg nur bei jeder zehnten Kommune verfügbar.| 11.03.2019 12:15 Uhr