NDR Info Nachrichten vom 09.03.2019:

Giffey-Äußerungen zum Unterhalt stoßen auf Zustimmung

Berlin: In der Debatte über eine Reform des Unterhaltsrechts hat sich Familienministerin Giffey hinter die Pläne von Justizministerin Barley gestellt. Giffey plädierte dafür, Väter von Trennungskindern rechtlich besserzustellen und das Sorge- und Umgangsrecht sowie das Unterhaltsrecht zu ändern. Immer häufiger wollten sich nach einer Trennung beide Elternteile weiter um das Kind kümmern, sagte Giffey der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dies müsse der Staat unterstützen. Es dürfe beispielsweise nicht sein, dass der Vater den vollen Unterhalt zahlen muss, auch wenn das Kind viel Zeit bei ihm verbringe oder bei ihm ein eigenes Zimmer habe. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Frei, signalisierte Zustimmung zu den Plänen. Die FDP spricht von einem Schritt in die richtige Richtung.| 09.03.2019 16:15 Uhr

Linke: Regierung verharmlost "Rechts"-Problem

Berlin: Die Linken-Politikerin Buchholz hat die Informationspolitik der Bundesregierung zu rechtsextremen Soldaten in der Bundeswehr kritisiert. Die Regierung müsse aufhören, Rechtsextremismus in der Truppe zu verharmlosen, so Buchholz. Es gehe nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, der Militärische Abschirmdienst habe in den vergangenen Jahren mehr rechtsextreme Soldaten enttarnt als öffentlich kommuniziert wurde. Auch aus der Grünen-Fraktion kam Kritik: Das Verteidigungsministerium solle "endlich proaktiv und regelmäßig vollständige Zahlen und Analysen vorlegen", so Fraktionsvize Brugger.| 09.03.2019 16:15 Uhr

Venezuela weiter ohne Strom

Caracas: In Venezuela sind weite Teile des Landes weiterhin ohne Stromversorgung. Mehr als 24 Stunden nach Beginn des Blackouts sind nur einige Regionen wieder mit Energie versorgt. In den übrigen Gebieten herrschen teilweise chaotische Zustände. Die Trinkwasserversorgung ist vielerorts gestört, Ärzte müssen Patienten im Dunklen behandeln, Internet- und Telefonverbindungen sind gekappt. Die Regierung macht eine Cyberattacke für den massiven Stromausfall verantwortlich. Ziel sei das Wasserkraftwerk gewesen, das 80 Prozent des Energiebedarfs in Venezuela decke. Drahtzieher sind laut Informationsminister Rodriguez die USA. Dagegen wirft die Opposition der Regierung vor, Investitionen in das Stromnetz vernachlässigt zu haben.| 09.03.2019 16:15 Uhr