NDR Info Nachrichten vom 06.03.2019:

Berlin: Protest gegen neue Copyright-Regeln im Netz

Berlin; Die geplanten neuen EU-Regeln zur Internetnutzung sorgen in Deutschland weiter für Proteste. In Berlin und Stuttgart haben sich am Abend tausende Menschen zu spontanen Demonstrationen vor den CDU-Parteizentralen versammelt. Sie lehnen Änderungen beim Urheberrecht ab und sehen in den geplanten Upload-Filtern den Versuch, das Internet zu zensieren. Die EU will Plattformen wie Youtube mit der Reform verpflichten, hochgeladene Inhalte auf Urheberrechtsverstöße zu prüfen. Anlass der Spontan-Demos waren Berichte, die konservative EVP-Fraktion wolle die Abstimmung im EU-Parlament vorziehen, um größere Proteste zu verhindern. EVP-Chef Weber erklärte in der ARD, es bleibe beim vorgesehenen Termin Ende März.| 06.03.2019 04:00 Uhr

London: Ermittlungen nach Briefbombenfunden

London: Nach dem Fund von drei Briefbomben sind die Hintergründe den britischen Behörden zufolge weiter unklar. Die Ermittlungen der Anti-Terror-Einheit werden von der irischen Polizei unterstützt. Laut Scotland Yard steckten die Sprengsätze in DIN-A4-Umschlägen, von denen zwei mit irischen Briefmarken frankiert waren. Sie wurden gestern am Flughafen Heathrow, am London City Airport und am Bahnhof Waterloo entdeckt. Experten zufolge hatten sie keine große Sprengkraft. Scotland Yard geht davon aus, dass die Funde zusammenhängen.| 06.03.2019 04:00 Uhr

Brüssel: EU-Plan für sauberes Trinkwasser

Brüssel: Die EU will die Qualität des Trinkwassers verbessern. Die Umweltminister der Mitgliedsstaaten haben entsprechenden Vorschlägen der Kommission grundsätzlich zugestimmt. Dazu gehören neue Bauvorschriften für Leitungen, Informationsangebote durch regionale Versorger und ein besserer Zugang für alle EU-Bürger zu sauberem Trinkwasser. Parlament und Kommission müssen den Plänen noch zustimmen. Schätzungen zufolge haben in Europa derzeit bis zu acht Millionen Menschen keine sichere Wasserversorgung.| 06.03.2019 04:00 Uhr

US-Behörde: Humanitäre Krise an der Südgrenze

Washington: Der US-Grenzschutz warnt vor einer humanitären Krise durch Migration aus Mexiko. Die Beamten fühlten sich durch die rasant steigenden Flüchtlingszahlen zunehmend überfordert, sagte der Chef der Grenzschutzbehörde, McAleenan. Nach offiziellen Zahlen sind im Februar mehr als 76.000 Menschen illegal aus Mexiko in die USA gekommen, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die meisten Migranten stammen aus Guatemala, Honduras und El Salvador.| 06.03.2019 04:00 Uhr