NDR Info Nachrichten vom 05.03.2019:

Merkel: Klaus Kinkel war ein großer Liberaler

Berlin: Der frühere Bundesaußenminister Kinkel ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Das hat FDP-Chef Lindner mitgeteilt. Kinkel gehörte über viele Jahre hinweg zu den engsten Mitarbeitern des ehemaligen Außenministers Genscher. Nach dessen Abschied aus dem Amt übernahm er 1992 für sechs Jahre selbst das Ministerium. In dieser Zeit war Kinkel mehrere Jahre lang auch Vorsitzender der FDP und Vizekanzler der damaligen schwarz-gelben Koalition. Bundeskanzlerin Merkel würdigte den Politiker als treuen Weggefährten aus der Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung. Kinkel sei ein großer Liberaler und ein kompromissloser Streiter für Freiheit und Demokratie gewesen.| 05.03.2019 13:00 Uhr

Macron fordert Neubeginn für die EU

Paris: Frankreichs Präsident Macron hat konkrete Vorschläge zur Reform der EU vorgestellt. In einem Gastbeitrag in führenden europäischen Tageszeitungen plädiert er unter anderem dafür, eine gemeinsame Polizeibehörde zum Schutz der Grenzen aufzubauen. Notwendig sei auch eine europäische Asylbehörde mit einheitlichen Regeln für Anerkennung und Ablehnung. Mit Blick auf die Wirtschaftspolitik verlangt Macron, Unternehmen zu bestrafen oder zu verbieten, die die Interessen und Werte der EU untergraben. In einer ersten Reaktion der Bundesregierung heißt es, es sei wichtig, dass die proeuropäischen Kräfte vor der Europawahl ihre Konzeptionen vorstellten. Deutschland unterstütze die engagierte Diskussion über die Ausrichtung der EU.| 05.03.2019 13:00 Uhr

China stemmt sich gegen Wachstumsflaute

Peking: Chinas Ministerpräsident Li hat die Volksrepublik auf ein langsameres Wirtschaftswachstum eingestimmt. Zum Auftakt des Nationalen Volkskongresses sagte Li, die Wirtschaft werde voraussichtlich um sechs bis 6,5 Prozent zulegen. Schon im vergangenen Jahr war das Wachstum mit 6,6 Prozent auf den niedrigsten Wert seit 30 Jahren gesunken. Li erklärte, China müsse sich für einen harten Kampf wappnen. Er sprach von größer werdenden Risiken und Herausforderungen. Dabei bezog sich der chinesische Premierminister dem Vernehmen nach auf den Handelskonflikt mit den USA.| 05.03.2019 13:00 Uhr