NDR Info Nachrichten vom 04.03.2019:

Dschihadisten sollen deutschen Pass verlieren

Berlin: Die Bundesregierung hat sich nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung auf einen Weg verständigt, deutschen IS-Kämpfern die Staatsangehörigkeit zu entziehen. Danach müssen mehrere Bedingungen vorliegen, um Dschihadisten ausbürgern zu können. Sie müssen zum einen eine zweite Nationalität besitzen und volljährig sein. Zum anderen gilt die Regelung nur für Terroristen, die sich künftig an Kämpfen beteiligen, nicht aber für jene, die bereits inhaftiert sind. Über das Thema war in den vergangenen Tagen in der Koalition gestritten worden. In den kommenden Wochen soll ein konkreter Gesetzentwurf ausgearbeitet werden.| 04.03.2019 04:00 Uhr

Opposition gewinnt Parlamentswahl in Estland

Tallinn: Die liberale Reformpartei hat die Parlamentswahl in Estland gewonnen. Die Oppositionspartei kommt laut amtlichem Erdergebnis auf 28,8 Prozent der Stimmen. Ihre Vorsitzende Kaja Kallas hat damit gute Chancen, die erste Ministerpräsidentin des baltischen Landes zu werden. Auf Platz zwei kiegt die linksgerichtete Zentrumspartei von Regierungschef Ratas mit 23 Prozent, gefolgt von der rechtspopulistischen EKRE mit 17,8 Prozent. Kallas dürften nun schwierige Koalitionsverhandlungen bevorstehen.| 04.03.2019 04:00 Uhr

EU-Verkehrsausschuss berät über Zeitumstellung

Brüssel: Die Abschaffung der Zeitumstellung ist heute Thema im zuständigen Verkehrsausschuss des Europaparlaments. Die Abgeordneten wollen am Nachmittag ihre Position zu dem Thema festlegen. Damit beginnt ein langwieriger Abstimmungsprozess. Denn der Rat der Mitgliedstaaten hat sich noch nicht auf eine gemeinsame Position verständigt. Dies wäre aber Voraussetzung dafür, dass die Zeitumstellung wirklich abgeschafft werden kann. Die EU-Kommission hatte dafür 2019 als Termin vorgeschlagen, der Verkehrsausschuss 2021. Andere Ausschüsse des Europaparlaments sprachen sich für 2020 aus.| 04.03.2019 04:00 Uhr

Rosenmontagszüge unter stürmischen Vorzeichen

Köln: Der Straßenkarneval erreicht heute mit den Rosenmontagsumzügen seinen Höhepunkt. Wegen eines Sturmtiefs gelten allerdings besondere Sicherheitsvorschriften. So muss der Umzug in Köln beispielsweise ohne tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen auskommen. In Düsseldorf geht es gut anderthalb Stunden später los als ursprünglich geplant. Der Deutsche Wetterdienst hat für den Vormittag starke Windböen bis Stärke 8 vorhergesagt. Trotz der schlechten Wetteraussichten werden in den deutschen Karnevalshochburgen wieder Hunderttausende Menschen erwartet.| 04.03.2019 04:00 Uhr