NDR Info Nachrichten vom 26.02.2019:

Kardinal wegen Kindesmissbrauchs verurteilt

Melbourne: Der australische Kardinal und Vatikan-Finanzchef Pell ist wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. Das sagten Gerichtsvertreter in Melbourne. Pell wurde demnach schuldig gesprochen, in den 1990er Jahren zwei Jungen sexuell missbraucht zu haben. Ein Strafmaß verkündeten die Richter noch nicht. Der Kardinal bestreitet die Vorwürfe. Sein Anwalt will Berufung einlegen. Das Urteil gegen den 77-Jährigen erging bereits im Dezember, wurde aber auf Anordnung des Gerichts unter Verschluss gehalten. Hintergrund war ein geplanter weiterer Prozess zu anderen Vorwürfen gegen Pell.| 26.02.2019 03:00 Uhr

Kanada prüft weitere Sanktionen gegen Venezuela

Ottawa: Kanada prüft wegen der Krise in Venezuela weitere Sanktionen gegen die Regierung von Präsident Maduro. Außenministerin Freeland sagte, gegen viele hochrangige Mitglieder seien bereits Strafmaßnahmen verhängt worden. Nun werde mit den Partnern besprochen, wie die Sanktionsliste erweitert werden könne, um eine größere Wirkung zu entfalten. Zuvor hatten die USA neue Strafmaßnahmen angekündigt. Maduro liefert sich einen Machtkampf mit Oppositionsführer Guaidó. Mehrere südamerikanische Staaten und Kanada wollen wegen des Streits über Hilfslieferungen für Venezuela den Internationalen Strafgerichtshof einschalten.| 26.02.2019 03:00 Uhr

Labour für zweites Brexit-Referendum

London: Die britische Labour-Partei will ein zweites Brexit-Referendum unterstützen, wenn sie mit ihren eigenen Vorschlägen im Parlament scheitern sollte. Das kündigte der Vorsitzender Corbyn an. Labour plädiert unter anderem dafür, dass Großbritannien in einer Zollunion mit der Europäischen Union bleibt. Premierministerin May will heute die Abgeordneten in London auf den neuesten Stand ihrer Brexit-Gespräche bringen. Austrittstermin ist der 29. März.| 26.02.2019 03:00 Uhr

Steinmeier verteidigt Schreiben an Iran

Berlin: Bundespräsident Steinmeier hat auf Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland reagiert und ein Glückwunsch-Telegramm an den Iran verteidigt. In einem Telefonat mit Zentralratspräsident Schuster betonte Steinmeier laut Präsidialamt, dass der Gesprächsfaden aufrechterhalten werden müsse. Ein Schreiben zum Nationalfeiertag sei Teil von diplomatischen Gepflogenheiten, die tiefergehende und kritische Kontakte erst möglich machten. Schuster hatte dem Bundespräsidialamt mangelnde Sensibilität vorgeworfen. Er sagte einer Zeitung, Steinmeier hätte in dem Telegramm wenigstens deutliche Worte der Kritik am Regime in Teheran finden müssen.| 26.02.2019 03:00 Uhr