NDR Info Nachrichten vom 14.02.2019:

EU-Institutionen einig bei Urheberrechtsreform

Straßburg: Vertreter der EU-Staaten, des Europaparlaments und der EU-Kommission haben sich auf eine Reform des Urheberrechts geeinigt. Grundlage ist ein von Deutschland und Frankreich ausgehandelter Kompromiss. Die Reform sieht unter anderem vor, dass Nachrichten-Suchmaschinen im Internet Geld an Verlage zahlen müssen, wenn sie Ausschnitte von deren Artikeln anzeigen. Außerdem sollen Plattformen wie Youtube oder Google in Zukunft alles dafür tun, um Urheberrechtsverletzungen zu verhindern. Demnach müssen geschützte Werke lizenziert sein, bevor sie auf den Plattformen zur Verfügung gestellt werden. Inhalte ohne Lizenz des Urhebers müssen laut der Reform von den Online-Anbietern wieder entfernt werden. Kleine und junge Plattformen werden von der Haftungspflicht ausgenommen. Das EU-Parlament und die Mitgliedsländer müssen der Einigung noch zustimmen.| 14.02.2019 06:15 Uhr

Koalitionsausschuss beendet - Ergebnis unklar

Berlin: Die Spitzen von Union und SPD haben im Koalitionsausschuss über ihre weiteren Vorhaben gesprochen. Ergebnisse wurden nach den rund sechsstündigen Beratungen gestern Abend nicht mitgeteilt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die geplante Grundrente, das ist ein staatlicher Zuschuss zur Rente von Niedrigverdienern, die viele Jahre in die Versicherung eingezahlt haben. Strittig ist vor allem die Frage, ob in jedem Fall die Bedürftigkeit geprüft werden soll.| 14.02.2019 06:15 Uhr

See-Schutzgebiete enttäuschen Erwartungen

Berlin: Die maritimen Schutzzonen in Nord- und Ostsee erfüllen offenbar nicht die in sie gesetzten Hoffnungen. Dem ARD-Hauptstadtstudio liegt eine entsprechende Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen vor. Das Umweltministerium bestätige darin, dass Überfischung und Zerstörung des Meeresbodens durch Schleppnetzfischerei gerade in den Schutzzonen besonders hoch seien. Die Zonen waren im Herbst 2017 ausgewiesen worden.| 14.02.2019 06:15 Uhr