Ein Angeklagter sitzt vor Gericht. © NDR Foto: Elke Spanner
Ein Angeklagter sitzt vor Gericht. © NDR Foto: Elke Spanner
Ein Angeklagter sitzt vor Gericht. © NDR Foto: Elke Spanner
AUDIO: Prozess um Unterstützung einer Terrororganisation gestartet (1 Min)

Hanseatisches Oberlandesgericht: Prozessauftakt um Terrorunterstützung

Stand: 22.04.2024 15:02 Uhr

Vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts hat heute ein Terrorprozess begonnen. Vor Gericht steht ein 54-jähriger Syrer. Ihm wird vorgeworfen, vor zehn Jahren militärische Geräte zu einer Terrororganisation in Syrien gebracht zu haben.

Der Angeklagte schien seinem Prozess gelassen entgegenzusehen. Er kam mit Bekannten, plauderte und scherzte auf dem Flur, ehe es losging. Was ihm vorgeworfen wird, liegt bereits viele Jahre zurück.

Verdacht: Transportfahrten für Terrororganisation

Zwischen 2012 und 2014 soll der Angeklagte drei Mal von Norddeutschland aus nach Syrien gefahren sein, um militärische Ausrüstung an die radikalislamistische Organisation Ahrar al-Sham zu liefern. Einmal meldete er dafür laut Anklage extra einen Jeep an. Bei seiner zweiten Tour fuhr er demnach mit einem Krankenwagen, das dritte Mal mit einem VW-Bus. Transportiert haben soll er Antennen, Ladegeräte für Drohnen sowie Generatoren für Sendestationen.

Aussage des Angeklagten wird erwartet

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er mit den Transporten die Ahrar al-Sham in ihrem Krieg gegen das Assad-Regime ausgerüstet hat. Die Kämpfer verfolgten das Ziel, in Syrien einen Gottesstaat unter Geltung der Scharia zu errichten. Der Angeklagte hat angekündigt, am nächsten Prozesstag zu den Vorwürfen auszusagen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.04.2024 | 13:00 Uhr

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