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Mittwoch, 06. Mai 2020, 23:20 bis 23:50 Uhr

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Die Coronakrise bringt auch Gewinner hervor - zumindest auf den ersten Blick: Die Zugriffe auf digitale Informationsangebote sind gigantisch. Bei Sueddeutsche.de lagen sie im März 80 Prozent über dem Vormonat. Die Tagesschau um 20 Uhr bringt es auf bis zu 18 Prozent Marktanteil, die ARD Extra-Sendungen verfolgt ein Millionenpublikum und das seit Wochen. "Das ist 9/11, Fukushima und Tschernobyl gleichzeitig - ein wirtschaftliches, sportliches, gesellschaftliches, kulturelles und natürlich vor allem gesundheitliches Thema", meint Imre Grimm vom Redaktionsnetzwerk Deutschland.

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Medien: Rekordreichweiten durch Corona

Über alle Mediengattungen hinweg gehen die Nutzungszahlen gerade durch die Decke - egal, ob TV, im Print- oder Online. Der Bedarf an Information zur Pandemie ist riesig. mehr

Krise trotz Rekordzahlen

Auf den zweiten Blick aber erscheint die Lage der Medien in der Coronakrise düster. Verlage schicken ihre MitarbeiterInnen in Kurzarbeit - auch in den Redaktionen, z.B. bei der ZEIT und der Süddeutschen Zeitung. Die Verlagsbranche leidet unter Anzeigenrückgängen und Verlusten zum Beispiel beim Veranstaltungsgeschäft. Sind die Maßnahmen gerechtfertigt? Nein, führt taz-Redakteurin Anne Fromm aus: "Zum einen sind das wahnsinnig gute Meldungen, zum anderen stellen sich die Verlage dann aber hin und sagen: Aber bitte liebe Gemeinschaft, wir brauchen trotzdem euer Geld. Das lässt sich, finde ich, nach außen nicht vertreten." Wie geht das zusammen?

 

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Opposition fordert Rettungspakete für Medien

Grüne und Linke mahnen: Mit den bisherigen Hilfsprogrammen sei die Medienvielfalt bedroht. Sie fordern Unterstützung sowohl für Verlage und Sender als auch für Freie. mehr

Verlage: Kurzarbeit trotz Rekordzahlen

Die Verlage leiden unter Anzeigenrückgängen und anderen Verlusten. Trotz guter Abo- und Verkaufszahlen schicken viele ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. mehr

Existenzielle Krise einiger Privatsender

Existenziell wird die Krise für einige Privatsender, meint der Vorstandsvorsitzende von Vaunet Hans Demmel: "Nach all dem, was wir so sehen, reicht die Luft in der Tat noch für zwei, drei Monate. Wenn es dann nicht Hilfen gibt, wird es extrem schwierig und garantiert für das ein- oder andere Unternehmen existenzbedrohend." Betroffen von Corona sind auch die Öffentlich-Rechtlichen. Wie viele BeitragszahlerInnen werden in Zukunft befreit, weil sie keine Einkünfte mehr haben? Die Verwaltungsdirektorin des NDR Ulrike Deike meint: "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nicht fein raus. Der NDR ist nicht fein raus." Sowohl die Rundfunkbeiträge als auch die Werbebeiträge stünden auch in dieser Corona-Krise unter Druck.

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Sender und Produktionsfirmen unter Druck

Sowohl private als auch öffentlich-rechtliche Sender bangen um Einnahmen: Die Werbung ist bereits eingebrochen - die Rundfunkbeiträge dürften nachziehen. mehr

Kreative Wege aus der Krise

Einen Lichtblick in dieser Krise bringt ein Besuch in Minden. Denn der Geschäftsführer des "Mindener Tageblatts" hat vom Krisenmodus in den Kreativmodus umgeschaltet und erschließt für seinen kleinen Verlag nun neue Einnahmequellen. Ein kleines Team aus der IT-Abteilung entwirft jetzt Internetseiten für Unternehmen aus der Region, baut so einen lokalen Online-Handel auf. Und über sein Logistiknetz liefert der Verlag nun auch Schuhe eines lokalen Händlers aus. Demnächst werden auch Getränke und vielleicht Essen auf Rädern ausgefahren.

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Lokaljournalismus: Innovation gegen die Krise

Beim Mindener Tageblatt ist die wirtschaftliche Situation angespannt wie selten zuvor. Doch eine "Digtial Unit" erschließt mit innovativen Werbeformaten neue Kunden. mehr

König Fußball will mit aller Macht zurück auf den Bildschirm

Aktuell geht es am Mittwoch auch um die Deutsche Fußball-Liga (DFL). Sie steht mächtig unter Druck: Seit Wochen sind die Bundesliga-Clubs Corona-bedingt in der Zwangspause. Neben dem Geld aus Ticketverkäufen fehlen vor allem die Einnahmen aus den Fernseh-Übertragungsrechten. Die privaten Sportsender Sky und DAZN haben für hunderte Millionen Euro die Fernsehrechte an der Bundesliga eingekauft, jetzt müssen sie riesige Programmlöcher stopfen, Werbekunden und Abonnenten springen ab. Mit aller Macht drängen Clubs und DFL auf einen baldigen Wiederanpfiff.

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TV-Millionen für das Fußballgeschäft

Der Fußball darf wieder rollen. Die Vereine sind gerettet, sie können weiter mit Millionen-Einnahmen aus den TV-Rechten rechnen. Was heißt das aber für Sport und Fans? mehr

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