Stand: 19.02.2020 19:30 Uhr

Wie Wikileaks-Gründer Assange demontiert wird

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Julian Assange zeige mittlerweile dieselben Symptome wie Folteropfer, sagt der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat im Laufe der Zeit viele geheime Dokumente veröffentlicht, die weltweit für Schlagzeilen sorgten - unter anderem 2010 das "Collateral Murder"-Video über ein Kriegsverbrechen der Amerikaner. Gründer Julian Assange wurde in der Folge für viele ein Held - für die USA jedoch zu einem Staatsfeind, den sie hinter Gittern sehen wollen.

Vom Held zum Gejagten: Wikileaks-Gründer Assange

ZAPP -

Für die einen ist er ein Held, für die anderen ein Staatsfeind: Julian Assange. Der juristische Umgang mit ihm ist für UN-Sonderberichterstatter Melzer ein Skandal - und gleicht Folter.

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UN-Sonderberichterstatter fordert Assanges Freilassung

2010 sieht sich Assange in Schweden plötzlich Vergewaltigungsvorwürfen ausgesetzt - das Verfahren zur Klärung der Vorwürfe, an denen es Zweifel gibt, zieht sich in die Länge. Die Gegner von Assange nutzen es, um den Wikileaks-Gründer festzusetzen und zu diskreditieren, so sieht es der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer. Auch der weitere Umgang mit Assange, der sieben Jahre im unfreiwilligen Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London verbrachte und seit April 2019 in London in Haft sitzt, ist in seinen Augen nicht mit rechtsstaatlichen Prinzipien vereinbar und sei Folter. Er fordert die sofortige Freilassung von Assange.

Es gehe darum, "an ihm Exempel zu statuieren"

"Ich bin überzeugt, dass es hier nicht mehr nur um die Person Assange geht, sondern dass es darum geht, an ihm ein Exempel zu statuieren, um Leute zu entmutigen, die vielleicht versucht sein könnten, das Gleiche zu tun wie er", so Nils Melzer.

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ZAPP | 19.02.2020 | 23:20 Uhr