Stand: 10.03.2015 10:50 Uhr  | Archiv

In Afrika ticken die Uhren anders

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Sabine Bohlands Herz schlägt für Afrika. Von 1997 bis 2002 berichtete sie erstmals als Korrespondentin aus West-, Zentral- und Ostafrika.

Sabine Bohland leitet seit 2014 das ARD-Studio in Kenias Haupstadt Nairobi. Das Berichtsgebiet reicht von Mauretanien bis Madagaskar, von Äthiopien bis zum Kongo. Aktuell geraten afrikanische Staaten meist im Zusammenhang mit Krieg, Terror und humanitären Katastrophen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Den Korrespondenten ist es aber wichtig, auch die andere Seite Afrikas zu zeigen: die einzigartige Natur und gastfreundliche Menschen mit lebendigen Traditionen. Auf tagesschau.de berichten die Korrespondenten im Videoblog "Afrika, Afrika!" regelmäßig über diesen faszinierenden Kontinent.
Im Interview erzählt Sabine Bohland von ihrer afrikanischen Wahlheimat.

Frau Bohland, was hat Sie bis jetzt in Ihrer Korrespondenten-Wahlheimat am meisten beeindruckt?

Sabine Bohland: Die freundliche Geduld der Kenianerinnen und Kenianer in allen Lebenslagen.

Was hat Sie am meisten schockiert?

Bohland: Dass sich an der schwierigen Lebenssituation vieler, vieler Menschen in Kenia - und auch in anderen afrikanischen Ländern - im vergangenen Jahrzehnt nichts geändert hat.

Video
02:39

ARD Studio Nairobi

Hunger und Krieg, aber auch Gastfreundlichkeit, Traditionen und atemberaubende Landschaften: Unsere Korrespondenten berichten aus 39 Ländern südlich der Sahara. Video (02:39 min)

Welche Geschichte wollen Sie unbedingt in Ihrer Zeit als Korrespondentin erzählen?

Bohland: Eine Utopie: Dass sämtliche gewalttätigen Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent friedlich beigelegt sind.

Was ist die größte Herausforderung für die Zusammenarbeit mit den Redaktionen in Deutschland?

Bohland: Der Unterschied zwischen "afrikanischer Zeit" und "deutscher Zeit".

Was haben Sie bei jeder Drehreise dabei?

Bohland: Ohrstöpsel

Was war bisher die größte Panne, die Ihnen widerfahren ist?

Bohland: Eine Woche lang auf einem Fest zu drehen, ohne zu merken, dass es nicht das Fest war, das wir eigentlich zeigen wollten.

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Sabine Bohland geht in Ghana im Selbstversuch der Frage nach, warum dort Frauen alles auf dem Kopf tragen.

Mussten Sie aus Höflichkeit bei einer Drehreise schon mal Merkwürdiges essen oder trinken?

Bohland: Kutteln, Heuschrecken, Schnäpse aller Art: das übernehmen netterweise die gefestigten Mägen der Kamerateams.

Was ist Ihr Lieblingsplatz in der Stadt, in der das Studio liegt?

Bohland: Nairobi National Park

Wie sieht für Sie ein perfekter Sonntag aus?

Bohland: Ein Picknick im Nairobi National Park.

Was vermissen Sie am meisten aus Ihrer Heimat?

Bohland: Jedenfalls nicht den Kölner Karneval.

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