Unsere Geschichte

Meine Jugend auf den Open-Air Festivals

Samstag, 05. September 2020, 12:00 bis 12:45 Uhr

Jimi Hendrix auf der Bühne des Love & Peace Festivals auf Fehmarn 1970. © picture alliance/Dieter Klar/dpa Foto: Dieter Klar
Lange mussten seine Fans auf ihn warten im September 1970 auf Fehmarn: Doch als Jimi Hendrix dann endlich die Bühne betrat, scheinte sogar wieder die Sonne.

Die Anspannung ist überall zu spüren. Nach zwei Tagen Dauerregen und Windstärke 9 macht sich Ernüchterung breit. Doch dann reißt der Himmel auf, die Sonne scheint und er kommt auf die Bühne, mit 17 Stunden Verspätung: Jimi Hendrix. Gitarren-Legende und seit Woodstock 1969 die Verkörperung der Flower-Power-Bewegung. Es sollte der letzte große Festival-Auftritt vor seinem Tod werden.

Geschichte des Love & Peace Festivals
Jimi Hendrix auf der Bühne des "Love + Peace"-Festivals auf Fehmarn 1970. © picture-alliance / dpa Foto: Dieter Klar

Als Jimi auf die Insel kam

Es soll das deutsche Woodstock werden: Tausende Hippies pilgern vor 50 Jahren zum Love & Peace Festival nach Fehmarn, um ihrem Gitarren-Gott zu huldigen: Jimi Hendrix. Es wird sein letzter Festival-Gig. mehr

Das war genau vor 50 Jahren. Das Love & Peace Festival 1970 auf der Ostseeinsel Fehmarn war Deutschlands erstes Open-Air-Konzert, es versank in Schlamm, Prügeleien und Schutt und Asche. Der Traum von Woodstock zerplatzte.

Beim Hurricane wird nichts dem Zufall überlassen

Bis zu 73.000 Popfans kommen jedes Jahr im Juni zum Hurricane-Festival in das kleine Heidedorf Scheeßel. Zwar sind die Ticketpreise im Laufe der Jahre gestiegen, dafür wird das Angebot immer größer: drei Tage lang spielen angesagte Bands auf vier Bühnen, es gibt ein breites Gastronomie-Angebot, einen Supermarkt, gut ausgestattete Campingplätze, sogar Riesenrad und Bungee-Sprungturm. © NDR
Mehr als 70.000 Musik-Fans kommen jährlich zum Hurricane-Festival in das kleine Heidedorf Scheeßel. Allein im Corona-Jahr 2020 wurde das Event virtuell gefeiert.

Auf einem der größten Festivals in Norddeutschland heutzutage, dem Hurricane, ist zwar das Wetter immer noch unberechenbar, doch alles während der Veranstaltung ist bis ins kleinste Detail durchorganisiert. Der Veranstalter Folkert Koopmans hat das Festival von Mal zu Mal perfektioniert. Er achtet zunehmend auf Umwelt- und Naturschutz und bietet mittlerweile sogar Luxus-Camping-Unterkünfte für anspruchsvollere Festival-Besucher an. Dazu gibt es ein Riesenrad, Bungee-Sprungturm, Supermarkt, Gourmet-Essensstände. Annehmlichkeiten wie in einem Kurzurlaub.

Exklusive Bilder aus den 1970er-Jahren

Die Dokumentation zeigt die Entwicklungsgeschichte der norddeutschen Open-Air-Festivals. Alte Archiv-Aufnahmen des Fehmarn-Festivals 1970 und der beiden Scheeßeler Rockfestivals 1973 und 1977 stehen dem aktuellen Hurricane-Festival gegenüber. Der Kontrast könnte nicht deutlicher werden: Denn mit chaotischen Hippie-Verhältnissen in der Provinz haben die heutigen Großveranstaltungen fast nichts mehr zu tun. Nur ein bisschen Woodstock-Gefühl kommt wieder auf, wenn junge Pop-Fans mit Blumenkränzen im Haar unbeschwert zur Gitarrenmusik tanzen.

Festival-Geschichte im Norden
Wacken Open Air 1990: Beim Aufbau der Bühne legt die Crew eine Pause ein. © Wacken Open Air

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Hurricane 2020
Sänger Jakob Amr von der Kieler Band Leoniden beim Virtual Hurricane 2020.  Foto: Benjamin Hüllenkremer

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Autor/in
Pia Lüke
Kamera
André Bacher
Carsten Janssen
Schnitt
Markus Ortmanns
Sprecher/in
Marion von Stengel
Redaktion
Marc Brasse
Produktionsleiter/in
Bettina Wieselhuber

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