Unsere Geschichte

Hausbesuch - Burg Kurzen Trechow

Samstag, 25. April 2020, 12:10 bis 12:55 Uhr

Diese Folge des NDR Geschichtsformats "Hausbesuch" führt nach Mecklenburg-Vorpommern in die Gegend zwischen Rostock und Wismar, in die Endmoränen-Landschaft des Warnowtals, nach Kurzen Trechow. Dort lebt auf einer imposanten Wasserburg aus dem 16. Jahrhundert Familie Schierning. Der Hausherr Christian Schierning hat das Herrenhaus im Jahr 2004 gekauft und seitdem restauriert er mit seiner Frau das Anwesen, betätigt sich auf den eigenen Feldern als Landwirt. Schon seine Vorfahren, die von Plessens, wohnten hier - seit 1620.

Bedeutende Gebäude und ihre heutigen Bewohner

Das Format "Unsere Geschichte - Hausbesuch" erzählt die Geschichte eines bedeutenden Gebäudes und vom Alltag seiner heutigen Bewohner - in opulenten Bildern und aus völlig neuen Perspektiven. Eine ferngesteuerte Kamera-Drohne zeigt zum Beispiel spektakuläre Ansichten der porträtierten Anwesen. Lang zurückliegende Ereignisse werden in kurzen Cartoons wieder lebendig. Es geht auch um die Historie der Region, in der sich Haus und Hof seit Jahrhunderten befinden.

Vom Alltag mit drei Generationen

Nicole Schierning ist auf Burg Kurzen Trechow die Herrin der riesigen Gutsküche. Im Haus leben neben den vier gemeinsamen Kindern auch noch die Großeltern, ein Hausmädchen und eine Küchenhilfe. Immer wieder bekocht die Gutsherrin auch Arbeiter, die für die endlos scheinenden Sanierungsarbeiten angeheuert wurden. Die Familie steckt immer noch mitten drin im Kampf um den Erhalt der alten Burg. Gerade werden Keller ausgeschachtet, in denen Christian Schierning Schutt und Scherben aus dem Dreißigjährigen Krieg gefunden hat.

Vom Rittersitz zum Wahlbüro

Die Anlage gehört zu den wenigen Rittersitzen in Mecklenburg, die den Krieg damals relativ unbeschädigt überstanden haben. Von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Vertreibung im Jahr 1945 befand sich das Rittergut im Eigentum der Familie von Plessen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Herrenhaus als russisches Lazarett und als Militärkommandantur genutzt. Ab 1946 beherbergte das Gebäude Flüchtlingsfamilien. Später war die Burg Trechow für Jahrzehnte LPG-Verwaltung, Gemeindeverwaltung, Verkaufsstelle, Gemeindeschwesternzimmer, Kino, Kindergarten, Kinderkrippe, Kulturraum, Gaststätte und auch Wahlbüro.

Hausbesuch - die bewegte Geschichte eines beeindruckenden Anwesens und seiner Bewohner, die mit viel Leidenschaft ihren nicht immer einfachen Alltag in den alten Mauern meistern.

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Autor/in
Till Lehmann
Sebastian Lindemann
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Redaktion
Sebastian Bellwinkel
Christoph Mestmacher