Unsere Geschichte

Als die wilden Tiere in den Norden kamen

Samstag, 14. März 2020, 12:30 bis 13:15 Uhr

Ob Eisbären, Affen oder Elefanten: Der Nachwuchs für die Tierparks kommt heutzutage meist bereits im Zoo zur Welt. Das Einfangen und die Einfuhr von wilden Tieren sind schon lange verboten. In den Gründungsjahren der Zoos war das noch anders. Woher und vor allem wie kamen die Tiere damals nach Europa und nach Norddeutschland?

Alfeld: Umschlagsplatz für wilde Tiere

Nach der Ankunft am Alfelder Bahnhof wurden die Tiere quer durch die Stadt zur Quarantänestation geführt, mit zum Teil einheimischen Tierpflegern. © NDR
In Alfeld wurden die Tiere quer durch die Stadt zur Quarantänestation geführt.

Der Film macht sich auf Spurensuche in Alfeld, einer Kleinstadt 50 Kilometer südlich von Hannover. Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts war dort mit der Firma Ruhe eines der größten Tierhandelsunternehmen der Welt zu Hause. Die älteren Bewohner der Stadt erinnern sich noch heute daran, wie sich ganz Alfeld regelmäßig in einen riesigen Zoo verwandelte - immer dann, wenn die Tiertransporte am Alfelder Bahnhof ankamen. Die Elefanten, Giraffen und Kamele wurden vom Bahnhof durch die komplette Innenstadt zur Quarantänestation geführt.

Fast jeder Alfelder hatte damals mit dem Tierhandel zu tun: Die Bauern lieferten das Stroh, die Schlachter das Fleisch, die Zimmerleute bauten die Kisten für den Transport und die jungen Abenteuerlustigen gingen als Tierfänger auf Weltreise.

Tierpark Hagenbeck in Hamburg und Zoo Hannover: Die Anfänge

Der Film blickt auch nach Hamburg und erzählt, wie der junge Carl Hagenbeck zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seinem gitterlosen Konzept die Zoowelt revolutionierte. Und auch der Zoo Hannover entwickelte immer wieder Neuheiten, die später dann von anderen Tiergärten kopiert wurden, wie etwa die "Streichelwiese".

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Das Elefantenhaus in Hagenbecks Tierpark. © picture alliance

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Schimpansen-Opa "Maxi" macht Schlagzeilen

Christine Rostock besucht Maxi im September 2018. Maxi ist mit 54 Jahren das älteste Tier im Zoo Hannover. © NDR
Schimpanse Maxi ist das älteste Tier im Zoo Hannover.

Ältestes Tier im Zoo Hannover ist heute der Schimpansen-Opa "Maxi". Er wurde vor über 50 Jahren von der Firma Ruhe aus Äquatorialguinea nach Deutschland gebracht. Die Dokumentation erzählt seine erstaunliche Geschichte, klärt, warum "Maxi" nie Vater wurde und wie er es schaffte, im Sommer 2012 deutschlandweit in die Nachrichten zu kommen. Außerdem gibt es für "Maxi" ein Wiedersehen mit seiner früheren Tierpflegerin, die ihn vor mehr als 50 Jahren als Schimpansenbaby wie eine Mutter großzog.

Leitung der Sendung
Andrea Lütke
Redaktionsleiter/in
Susanne Wachhaus
Redaktion
Angela Sonntag
Autor/in
Tobias Hartmann
Producer
Micha Bojanowski
Kamera
Micha Bojanowski
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke