Unsere Geschichte

50 Jahre Transitstrecke - Als die Grenze zur DDR durchlässig wurde

Donnerstag, 28. Oktober 2021, 20:15 bis 21:45 Uhr

Am 17. Dezember 1971 schaute die Welt gespannt in die damalige Bundeshauptstadt Bonn. Die Staatssekretäre der Bundesrepublik und der DDR, Egon Bahr und Michael Kohl, unterzeichneten das Transitabkommen.

Eine Passkontrolleinheit im Wartehäuschen auf der Gedenkstätte "Deutsche Teilung Marienborn". © NDR/Jumpmedientv Foto: Markus Wendler
An Grenzübergängen wie Helmstedt/Marienborn wurden die Ein- und Ausreisen trotz Transitabkommens strengstens kontrolliert. (Spielszene)

Zehn Jahre nach dem Mauerbau zementierte das Transitabkommen den Beginn der bilateralen Beziehungen zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Mit dem ersten deutsch-deutschen Vertrag wurden die Reisebestimmungen nach West-Berlin über das Staatsgebiet der DDR festgelegt. Insgesamt gab es vier Transitstrecken, auf denen Reisende direkt nach Berlin gelangten. Die nördlichste war die Fernverkehrsstraße 5.

Die F5: Ein Ort verbotener Begegnungen

Marlenes Flucht beginnt. (Spielszene) © NDR/Jumpmedientv Foto: Markus Wendler
Marlenes Flucht beginnt. (Spielszene)

238 Kilometer führte die Fernverkehrsstraße 5 durch die ehemalige DDR, von Lauenburg in Schleswig-Holstein bis nach Berlin-Staaken. Die F5: eine Straße mit einer einmaligen Geschichte über den Transitverkehr in Norddeutschland. Es ist eine Geschichte von Menschen, für die die F5 mehr war als eine Straße. Es war ein Ort der verbotenen Begegnungen, gescheiterter Fluchtversuche und riskanter Grenzüberschreitungen.

Hubertus Meyer-Burckhardt auf historischer Reise

Moderation: Hubertus Meyer-Burckhardt © NDR/Jumpmedientv Foto: Markus Wendler
Mit eigenen Erinnerungen im Kofferraum bereist Hubertus Meyer-Burckhardt die einstige Transitstrecke F5 und spürt Geschichte und Geschichten nach.

Im Stil eines Roadmovies begibt sich Hubertus Meyer-Burckhardt auf eine historische Reise. Auf der F5 entlang, Richtung Berlin. Dabei trifft er unter anderem ehemalige Volkspolizisten und Stasi-Mitarbeiter sowie Fluchthelfer und weiß von eigenen Erfahrungen auf der F5 zu berichten.

Seltenes Archivmaterial, Interviews und aufwendige Spielszenen ergänzen die Fahrt von Hubertus Meyer-Burckhardt und öffnen so den Blick auf eine Zeit, die die Menschen im Norden bis heute nicht vergessen haben.

Das NDR Fernsehen zeigt die aufwendige 90-minütige Dokumentation "50 Jahre Transitstrecke - Als die Grenze zur DDR durchlässig wurde" am Donnerstag, 28. Oktober 2021 um 20.15 Uhr. Die Serie dazu wird vorab in der ARD-Mediathek zu sehen sein.

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Blick auf die "Raststätte Quitzow" (links), dem einzigen Haltepunkt in der DDR auf der Transitstrecke zwischen Berlin und Hamburg. Rechts das Hinweisschild zum einzigen Parkplatz bei Perleburg. Aufnahme vom 14. August 1978. © picture-alliance / dpa Foto: Guenter Bratke

50 Jahre Transitstrecke: Auf der F5 durch die DDR

Als Landstraße war die Transit-F5 einzigartig: für Westdeutsche ein Fenster in den Osten, für DDR-Bürger eine Chance zur Flucht. Ein Dossier. mehr

Redaktion
Marc Brasse
Redaktionsleiter/in
Dirk Neuhoff
Produktionsleiter/in
Jost Nolting
Moderation
Hubertus Meyer-Burckhardt
Autor/in
Ulf Thomas
Regie
Torsten Wacker
Autor/in
Torsten Wacker