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Olympia-Boykott 1980

Sonntag, 07. Juni 2020, 23:50 bis 00:20 Uhr

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"Es war mein Lebenstraum und der war plötzlich dahin." Der Olympia-Boykott 1980 ist für Zehnkämpfer Guido Kratschmer ein traumatisches Erlebnis. Wie ihm wird allen westdeutschen Sportlern der Start bei den Olympischen Spielen in Moskau verboten. Es ist der erste Weihnachtstag 1979, als die Sowjetunion mitten im Kalten Krieg in Afghanistan einmarschiert. Ein Ereignis, das weitreichende Folgen für die Welt des Sports hat.

Denn die USA entschließen sich daraufhin ein Zeichen zu setzen und die Olympischen Spiele 1980 zu boykottieren. Die Bundesrepublik Deutschland schließt sich nach heftigen Protesten an. Olympia wird zu einem "Knüppel des Kalten Krieges" (IOC-Präsident Thomas Bach).

Sportclub History erzählt die Geschichten dreier westdeutscher Athleten und zeigt auf, wie es zu der "katastrophalen Fehlentscheidung" (Gerhart Baum, ehemaliger Innenminister) kommen konnte. Auch die DDR-Sportler litten unter dem Boykott. Ulrich Karnatz, DDR-Ruderer und Goldmedaillengewinner: "1980 gab es nur Verlierer. Alle die nicht gekommen sind, haben verloren. Und die, die teilgenommen haben, wurden um die Vielfalt der nicht teilnehmenden Sportler betrogen."

Weitere Informationen

Moskau 1980: Die Boykott-Spiele

Krieg in Afghanistan - mit Folgen: Nur 81 von 146 Nationen kommen nach Moskau. Die Bundesrepublik boykottiert ebenso wie die USA, die DDR bejubelt dagegen 46 Goldmedaillen. mehr

Produktionsleiter/in
Katja Theile
Redaktion
Matthias Cammann
Autor/in
Marc Hall