Nordmagazin

Sonntag, 20. September 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr

Geduldsspiel: Dauerbaustellen fordern Zeit und Nerven

Stau kostet Zeit und Nerven, doch er gehört zum Alltag viele Autofahrer. Ob in Ahlbeck, die Brücke in Anklam oder die Baustelle auf der A20 Grimmen. Doch einige Baustellen lassen sich nicht so einfach verschieben. Was kaum jemand weiß: im Baugewerbe wird oft mehr gearbeitet, als in anderen Berufen.

Demonstrationen: Mehrere Kundgebungen gegen Corona-Maßnahmen in Rostock

Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut in unserer Demokratie, aber auch der Gesundheits-schutz der Bürgerinnen und Bürger. Vier Demonstrationen sind für heute in der Hansestadt Rostock angemeldet.

Schnuppertag: Kinder für Wasser- und Angelsport begeistern

Nach dem langen Corona-Lockdown ist es für viele Eltern schwer, die Kinder außerhalb der eigenen vier Wände zu beschäftigen. Der Alltag und Strukturen sind abhanden gekommen. Deshalb lädt der Güstrower Angelverein ganz spontan zu einem Schnuppertag am See ein. Die Experten zeigen den Kindern, wie Stippangeln vom Steg funktioniert. Bei einem kleinen Kanu-Rennen sollen die Kinder außerdem für den Wassersport begeistert werden.

Zeitreise:  Wie Stettin zu Szczecin wurde

Stettin am Ende des Zweiten Weltkrieges: zerstört durch alliierte Bomber und besetzt von der Roten Armee. Stalin entschied Stettins Schicksal. 1939 annektierte er große Teile Polens. Später versprach er Pommern und Schlesien als Ersatz. Der Diktator hielt Wort. Vier Tage nach dem Einmarsch der Roten Armee weht über Stettin die polnische Flagge. Die Sowjets machen einen Polen zum Stadtpräsidenten. Erste polnische Zeitungen erscheinen. „Stettin ist polnisch“ lautet die Schlagzeile. Anfang Mai 45 ernennen die Sowjets einen deutschen Bürgermeister für Stettin. In Konkurrenz zum polnischen. Es erweckt den Anschein als bleibe die Stadt deutsch. Über 50.000 Einwohner kehren zurück. Auch Polen sind auf dem Weg nach Stettin. Vertrieben aus dem Baltikum und der Lemberger Gegend. An der Oder und der Ostsee haben sie ganze Dörfer besiedelt. Und die früheren slawischen Namen zurückgegeben. So wird Stettin nach 700 Jahren zu Szczecin.

Dokumentation: Serie "Neuland" - DDR-Polsterwohnträume

Bereits Anfang 1990 bekennt sich der NDR im Falle einer deutschen Wiedervereinigung dazu, künftig auch im Nordosten senden zu können und zu wollen. Nach spannenden rundfunkpolitischen Verhandlungen wird das noch junge Mecklenburg-Vorpommern zum 1. Januar 1992 viertes NDR Staatsvertragsland. Der NDR ist damals die erste Ost-West-Rundfunkanstalt innerhalb der ARD. Nach wie vor arbeiten im NDR viele Menschen, die diesen Neuanfang miterlebt und gestaltet haben, andere Mitarbeiter*innen sind jünger als das "neue" Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Programmtipp: "Die Nordreportage" - Zwischen Schnitzel und Pasta

Claudio Mazzucato ist in Heringsdorf auf Usedom der Top-Italiener. Und das, obwohl sein Restaurant nur sechs Tische hat. Als Gastro-Kind aufgewachsen, galt seine große Leidenschaft jedoch dem Fußball, er blickt auf drei U-17-Länderspiele für die deutsche Jugendnationalmannschaft zurück, schloss dann erfolgreich die Ausbildung zum Hotelfachmann ab. Kumpel Alex ist auf der Insel groß geworden. Er ist Steak- und Fischexperte mit eigenem Restaurant und Sonnenterasse, seit 23 Jahren. Claudio und Alex beschreiben sich selbst als "Schnitzel und Pasta".
Die Nordreportage Zwischen Schnitzel und Pasta: Montag, 21.09.2020, um 18:15 Uhr, im NDR-Fernsehen.

Redaktionsleiter/in
Sibrand Siegert