NaturNah

Manchmal Meer, manchmal Land - Leben zwischen Ebbe und Flut

Dienstag, 12. März 2019, 18:15 bis 18:45 Uhr
Donnerstag, 14. März 2019, 11:30 bis 12:00 Uhr

Dr. Martin Stock leitet das Salzwiesen Monitoring an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste. Seine Fotoprojekte dokumentieren den Wandel im Watt. © NDR/Produktion Clipart

3,8 bei 54 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Die Salzwiesen an der Nordseeküste sind ein einzigartiger Lebensraum im Grenzbereich von Meer und Land. Dort leben nur Überlebenskünstler: zum einen Pflanzen, die Mechanismen entwickelt haben, mit dem täglichen Gezeitenwechsel und dem Salzwasser zurechtzukommen, zum anderen Watvögel, Insekten und Zugvögel, für die die Salzwiesen Brut- und Nahrungsgebiet sind.

Tiere und Pflanzen optimal aufeinander abgestimmt

Dr. Martin Stock arbeitet beim Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und leitet das Salzwiesen-Monitoring. Den Biologen und Fotografen fasziniert die Unberührtheit und Wildheit der Flächen. "Mal müssen die Tiere und Pflanzen mit einem Sandsturm klarkommen, dann steht ihnen das Wasser bis zum Hals und am nächsten Tag brennt die Sonne auf sie nieder", schwärmt Martin Stock. "Ein Lebensraum, der für die Tiere und Pflanzen nur durch ihre enge ökologische Verknüpfung zueinander funktioniert."

Bild vergrößern
Der Queller besiedelt als erste Pflanze die Schlickflächen und bereitet als Pionier quasi den Boden für die Salzwiesen.

Dieses sensible Gleichgewicht schützen und erforschen Martin Stock und seine Kolleginnen und Kollegen seit fast 30 Jahren. Dabei spielt die Fotografie für Martin Stock eine zentrale Rolle. Seine Bilder zeigen die charakteristische Schönheit dieser eigentlich leeren Landschaft und dokumentieren in langjährigen Projekten die Veränderungen in den Salzwiesen.

Die vielfältigen Aufgaben im Salzwiesen-Monitoring

Bild vergrößern
In den natürlichen Salzwiesen von Westerhever durchziehen Priele die Flächen und schwemmen mit jedem Gezeitenwechsel Sedimente an.

Die Reportage begleitet Martin Stock vom Frühjahr bis in den Herbst hinein bei seinen vielfältigen Aufgaben in den Salzwiesen. Zusammen mit einem Kollegen begutachtet er nach dem Winter die Sturmschäden in den Salzwiesen vor Westerhever. Im Frühjahr kartiert er die Nester des Austernfischers im Hedwigenkoog, der in diesem speziellen Lebensraum brütet. Und im Sommer eröffnet er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eines Bildungsseminars auf der Hamburger Hallig einen ganz neuen Blick auf diesen außergewöhnlichen Lebensraum zwischen Meer und Land.

Ratgeber Reise

1985: Wattenmeer wird zum Nationalpark

Am 1. Oktober 1985 entsteht in Schleswig-Holstein der größte Nationalpark Deutschlands - zum Unmut vieler Küstenbewohner. Sie fürchten um ihre wirtschaftliche Existenz. mehr

Redaktion
Christian Pipke
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Inga Golde
Leitung der Sendung
Norbert Lorentzen