Kulturjournal

Montag, 20. Januar 2020, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 24. Januar 2020, 02:00 bis 02:30 Uhr

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"Das geheime Leben der Bäume": Peter Wohllebens Bestseller als Kinofilm

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"Das geheime Leben der Bäume" als Kinofilm

Der Förster Peter Wohlleben ist ein Phänomen. Jeder, der seine Bücher liest, sieht den Wald anschließend mit anderen Augen. Nun kommt sein Buch "Das geheime Leben der Bäume" ins Kino. Video (04:47 min)

Er ist Deutschlands bekanntester Förster: der "Baumflüsterer" Peter Wohlleben. Jeder, der seine Bücher liest, sieht den Wald anschließend mit anderen Augen. Mit ihm haben wir entdeckt, dass der Wald voller Überraschungen ist und auch Bäume ein Seelenleben haben. "In einer Handvoll Walderde stecken mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt", sagt der passionierte Naturschützer. Zusammenhänge und Lebensformen in der Natur kann er spannend, anschaulich und vor allem unakademisch erklären. Jetzt ist sein Bestseller "Das geheime Leben der Bäume" verfilmt worden - mit faszinierenden Bildern, die uns dem Kosmos Wald so nahebringen wie noch nie. Kinostart ist am 23. Januar. Das Kulturjournal hat Peter Wohlleben vorher getroffen.

Schöne neue Arbeitswelt: Der Dokumentarfilm "Der marktgerechte Mensch"

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"Der marktgerechte Mensch": Leben, um zu arbeiten

Immer nur für sich selbst kämpfen, wenig soziale Kontakte, Stress. Viele neue Arbeitsformen in der sogenannten Gig-Ökonomie können krank machen, zeigt die Doku "Der marktgerechte Mensch". Video (04:58 min)

Ein fester Job, ein geregeltes Einkommen und eine entsprechende Sozialversicherung - in der neuen Arbeitswelt ist das keine Selbstverständlichkeit mehr. In vergangenen Jahren ist die Zahl der Menschen, die beruflich abgesichert sind, zurückgegangen. Bei einer großen Modekette zum Beispiel bekommen Angestellte sogenannte Flexi-Verträge: Sie erfahren erst kurzfristig, wie viele Stunden sie arbeiten und wie viel sie verdienen. Oft zu wenig. Bei Lieferketten vergibt ein Algorithmus die Aufträge, wer langsamer ist, hat das Nachsehen und bekommt somit weniger Geld. Und in der sogenannten Gig-Ökonomie bieten Freiberuflicher ihre Leistungen im Netz an, auf weltweiten Plattformen, der Billigste bekommt den Auftrag. Der Dokumentarfilm "Der marktgerechte Mensch" erzählt von der schönen neuen Arbeitswelt, in der die Menschen selbst zur reinen Ressource werden, die möglichst viel Profit abwerfen soll. Die Hamburger Filmemacher Leslie Franke und Herdolor Lorenz haben bereits kritische Dokumentationen über das Gesundheitssystem oder über die Bankenrettung während der Griechenlandkriese gedreht. Ihr neuer Film, der unter anderem von Gewerkschaften und NGOs mitfinanziert wurde, läuft seit dem 16. Januar im Kino.

Angriff auf die Erinnerungskultur: Rechte und KZ-Gedenkstätten

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Rechtsextreme provozieren in KZ-Gedenkstätten

Immer wieder zweifeln Besucher von KZ-Gedenkstätten NS-Verbrechen an oder posten Selfies mit rechtsradikalen Symbolen. 75 Jahre nach Kriegsende verhöhnen Rechte Opfer des Holocausts. mehr

Es sind bewusste Provokationen von rechter Seite: Besucher von KZ-Gedenkstätten tragen antisemitische T-Shirts, sie zweifeln NS-Verbrechen an oder posten Selfies mit rechtsradikalen Symbolen. In Bergen-Belsen und Moringen in Niedersachsen ist es in den vergangenen Monaten zu solchen Zwischenfällen gekommen. Bundesweit melden Gedenkstätten ähnliche Angriffe - bis hin zu Hakenkreuz-Schmierereien. Es ist eine erschreckende Entwicklung: 75 Jahre nach Kriegsende hat nicht nur der Antisemitismus in Deutschland zugenommen, sondern Rechte verhöhnen auf diese Weise die Opfer des Holocausts. Wie gehen die Mitarbeiter der Gedenkstätten mit solchen Provokationen um? Wie kann man sie verhindern? Und wie symptomatisch sind sie für ein verändertes gesellschaftliches Klima? Das Kulturjournal fragt nach in Bergen-Belsen und Buchenwald. Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar beschäftigen sich die Kulturredaktionen im NDR in einem Schwerpunkt mit der Gedenkkultur im Norden.

Serienmord in Mecklenburg-Vorpommern: Der Krimi "Die Toten von Marnow"

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Holger Karsten Schmidt: "Die Toten von Marnow"

Eine deutsch-deutsche Geschichte, in die ranghohe Politiker und Pharmakonzerne verwickelt sind: "Die Toten von Marnow" ist ein spannender Krimi, der auf einem wahren Hintergrund beruht. Video (04:23 min)

Eine Mordserie in Mecklenburg-Vorpommern: Steckt ein Täter dahinter oder mehrere? Was verbindet die Opfer, und was ist das Motiv? Die Ermittler Lona Mendt und Frank Elling stehen vor vielen Rätseln. Und bald geraten sie selbst ins Visier des LKA. "Die Toten von Marnow" ist ein spannender Krimi, der auf einem wahren Hintergrund beruht: einer deutsch-deutschen Geschichte, in die ranghohe Politiker und Pharmakonzerne verwickelt sind. Buchautor Holger Karsten Schmidt ist einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Deutschlands, er hat unter anderem das Skript für den ARD-Zweiteiler "Gladbeck" geschrieben. Sein Roman "Die Toten von Marnow" ist unser NDR Buch des Monats und er wurde bereits für den NDR verfilmt. Der Vierteiler "Die Toten von Marnow" mit Petra Schmidt Schaller, Sascha Alexander Geršak, Jörg Schüttauf und anderen soll voraussichtlich 2021 im Ersten ausgestrahlt werden. Regie führt Andreas Herzog.

"Hereroland": Ein deutsch-namibisches Theaterprojekt in Hamburg

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"Hereroland": Theaterstück über Völkermord

"Hereroland" ist ein interaktives Stück über den Genozid der Deutschen an den Herero im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Schauspieler aus beiden Ländern nähern sich diesem dunklen Kapitel. Video (04:31 min)

Ein gemeinsames Theaterstück von Namibiern und Deutschen über den Völkermord an den Herero im damaligen Deutsch-Südwestafrika. David Ndjavera, mehrfach ausgezeichnet als bester Regisseur Namibias und selbst Herero-Nachfahre, hat mit Gernot Grünewald, Vertreter des modernen Dokumentartheaters, ein interaktives Stück entwickelt, bei dem das Publikum parallel Performances, Ausstellungen und Theaterszenen erleben kann. Schauspieler aus Namibia und vom Thalia Theater Hamburg nähern sich gemeinsam diesem dunklen Kapitel der Vergangenheit ihrer Länder. Der Kriegsherr Lothar von Trotha ließ von 1904 bis 1908 mehr als 40.000 Herero sterben. Die Folgen des Genozids sind bis heute in Namibia spürbar. Uraufführung von "Hereroland" ist am 19. Januar 2020 im Thalia Theater Hamburg.

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Julia Westlake kommentiert den kulturellen Aufreger der Woche. Sie sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile