Kulturjournal

Montag, 13. Dezember 2021, 23:00 bis 23:30 Uhr
Freitag, 17. Dezember 2021, 02:10 bis 02:45 Uhr

Das war 2021: Haarig, einsam und schwedisch

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Eine Show der Band ABBA © Screenshot
18 Min

Das war 2021: Haarig, einsam und schwedisch

Obwohl das Jahr 2021 mit einem Lockdown begann, hatte es auch einiges zu bieten. Wir blicken zurück. 18 Min

Wieder ist ein Jahr rum. Wieder ein Jahr mit Corona. Ein Jahr, das mit einem zweiten Lockdown begann. Wieder Home-Office für viele, wieder die Zeit der Spaziergänge, der selbst zu schneidenden Haare. Doch das Jahr hatte zum Glück auch mehr zu bieten: So gab es das Comeback des Jahres: ABBA ist zurück. Darüber haben wir im Kulturjournal ebenso berichtet wie über die Themen, die uns in diesem Jahr bewegt haben: Eine zunehmende Einsamkeit in unserer Gesellschaft wie auch einen zunehmenden Antisemitismus. Wir haben uns damit beschäftigt, wie wir derzeit leben können und wollen, wie viele Neubauten gefühlt alle gleich aussehen, haben geschaut, was mit den leerstehenden Kaufhäusern in unseren Innenstädten im Norden passiert. Und wir haben in 2021 die Frage gestellt: Wie demokratisch und wie rassistisch bist Du? Auf all das und noch mehr blicken wir in unserem Jahresrückblick zurück.

Lieferengpässe: Literatur in Zeiten von Papierkrise und Corona

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Bücher © picture alliance/dpa Foto: Sebastian Gollnow

Papiermangel: Wie geht die Verlagsbranche damit um?

Kurz vor Weihnachten macht die Papierknappheit die Buchbranche nervös. Ein Gespräch mit dem Verleger Thedel von Wallmoden. mehr

Dramen in Büchern sind nicht selten. Dramen um Bücher gibt es nicht so oft. Gerade jetzt aber ist das der Fall. Die Verlage leiden unter einer sich immer weiter auswachsenden Papierkrise. Europaweit und in allen Bereichen gibt es viel zu wenig Papier am Markt. Das betrifft Verpackungen, aber noch viel mehr grafisches Papier, das alle Papierarten einschließt, die Buch- und Zeitungsverlage für ihre Druckerzeugnisse benötigen. Die Ursachen sind komplex: die Coronakrise bringt die weltweiten Lieferketten aus dem Gleichgewicht, der zunehmende Onlinehandel verbraucht enorme Mengen Kartonagen, sogar die Herstellung von Masken ist angewiesen auf Papier. Die Folge sind massive Preissteigerungen um teilweise 70 Prozent und große Unsicherheiten bei der Beschaffung. Die Verlage trifft die Situation zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür und sorgt normalerweise für ein Viertel des Jahresumsatzes. Zwischen Frankfurter Buchmesse und Jahresende werden die Umsätze gemacht, die über den Erfolg und Misserfolg des gesamten Geschäftsjahres entscheiden können. Constanze Neumann, Leiterin des Aufbau Verlags, und Thomas Koch vom Börsenverein des deutschen Buchhandels über das Drama der Verlage in den Zeiten von Papierkrise und Corona.

Es geht um die Freiheit! Tomi Ungerer in den Hamburger Deichtorhallen

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Julia Westlake mit Werken von Tomi Ungerer © Screenshot
5 Min

"It's all about freedom": Tomi-Ungerer-Ausstellung in Hamburg

Die Deichtorhallen Hamburg zeigen knapp 400 Exponate von Zeichnungen aus den 1930er-Jahren bis hin zu Objekten aus den 2010er-Jahren. 5 Min

Tomi Ungerer (1931-2019) gilt als einer der einflussreichsten Zeichner, Illustratoren und Kinderbuchautoren. Er schaute genau hin, auch da, wo es weh tut. Und bannte das alles in ein paar exakte und elegante Linien. Er schuf Plakate gegen den Vietnam-Krieg und Rassenkonflikte, verarbeitete zeichnerisch kriegstraumatische Erinnerungen oder erstellte Großcollagen im Spätwerk. Moderatorin Julia Westlake trifft seine Tochter, Aria Ungerer, die die große Ausstellung "Tomi Ungerer- It's all about freedom" kuratiert hat und spricht mit ihr über ihren Vater. Die Tochter sagt, er hasste jede Form von Unrecht, Gewalt oder Unterdrückung. Natürlich gibt es auch Erotisches zu sehen, Zeichnungen, die in Hamburg entstanden. Ungerer dokumentierte den Alltag der Prostituierten. Die Deichtorhallen Hamburg zeigen in der Sammlung Falckenberg in Harburg einen umfassenden Querschnitt durch neun Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens – knapp 400 Exponate von Zeichnungen aus den 1930er-Jahren bis hin zu Objekten aus den 2010er-Jahren (noch bis zum 24. April 2022).

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Miriam Rumohr

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