Kulturjournal

Montag, 06. September 2021, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 10. September 2021, 01:45 bis 02:15 Uhr

Wie antisemitisch ist Deutschland? Hass gegen Juden heute

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Laminierte Blätter mit einem Friedenszeichen und einem Davidstern liegen umringt von Blumen auf einem Steinboden. © picture-alliance/dpa Foto: Jonas Güttler
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Wie antisemitisch ist Deutschland?

Wie leben Juden in Deutschland und was lässt sich gegen Antisemitismus tun? Wir sprechen mit Menschen jüdischen Glaubens. 15 Min

Wie antisemitisch ist Deutschland? Und wie lässt sich Antisemitismus eindämmen? Laut einer Studie aus dem Jahr 2020 stimmen rund 35 Prozent der Befragten ganz oder teilweise der Aussage zu, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland immer noch zu viel Einfluss hätten. Wie leben jüdische Menschen angesichts solcher Zahlen in diesem Land? Das Kulturjournal spricht darüber mit dem Musiker Ben Salomo, der sich aus Protest gegen Antisemitismus in der Rap-Szene aus dieser zurückgezogen hat. Er sagt: "Als Jude hier in Deutschland kann man nicht wirklich frei leben." Der Antisemitismus-Beauftragte Samuel Salzborn berichtet, wie es gerade um den Antisemitismus in Deutschland bestellt ist. Ebenso der Rabbi Walter Rothschild. Und Anastassia Pletoukhina zeigt uns, wie jüdisches Leben in diesem Land aussieht. Sie hat den Anschlag 2019 auf die jüdische Gemeinde in Halle überlebt und versteckt sich und vor allem ihren Glauben trotzdem nicht. Im Gegenteil.

Skrupelloser Raubmord: Die "Heimeinkaufsverträge" der Nationalsozialisten

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Heimeinkaufsvertrag
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Heimeinkaufsverträge: Raubmord der Nationalsozialisten

Die Nationalsozialisten versprachen eine Heimunterbringung auf Lebenszeit, tatsächlich ging es ins KZ Theresienstadt. 5 Min

Die Nationalsozialisten versprachen eine Heimunterbringung auf Lebenszeit, frische Wäsche und Krankenverpflegung. Gegen Zahlung des gesamten Vermögens, egal ob groß oder klein. Tatsächlich ging es für fast 45.000 deutsche Juden ins KZ Theresienstadt, das die Schriftstellerin und Holocaust-Überlebende Ruth Klüger als den "Stall vor dem Schlachthof" bezeichnet hat: ein Durchgangsghetto auf dem Weg ins Vernichtungslager. Das ganze Ausmaß dieses Betruges kommt erst jetzt ans Licht: Der ehemalige Religionslehrer Christian Lehmann führt derzeit die sogenannten Heimeinkaufsverträge zusammen – die meisten liegen bis heute unbeachtet in diversen Archiven. Das Kulturjournal über den skrupellosen Raubmord der Nationalsozialisten.

Schönheit und Schrecken: Ausstellung über das Erdölzeitalter in Wolfsburg

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Installation: Der hintere Teil eines Autos, überladen mit Benzinkanistern, ragt aus einer Wand
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Schönheit und Schrecken: Das Erdölzeitalter in Wolfsburg

Flugzeuge und Autobahnen, aber auch Nylonstrümpfe oder Vinyl wären ohne Erdöl wohl nicht entwickelt worden. 5 Min

Dem "schwarzen Gold" verdanken wir Fortschritt und Mobilität. Flugzeuge und Autobahnen, aber auch Nylonstrümpfe oder Vinyl wären ohne Erdöl wohl nicht entwickelt worden. Doch inzwischen wissen wir auch, wie teuer uns all das zu stehen kommt: Das "Ölzeitalter" nähert sich dem Ende, der Plastikmüll bleibt, der Klimawandel verändert die Erde. Eine Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg beschäftigt sich nun mit "Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters" und liefert einen ungewöhnlichen Blick auf rund 100 Jahre Erdölgeschichte. Kunst trifft dabei auf Technik, Politik und Alltagsleben. Das Kulturjournal war beim Aufbau der Ausstellung mit dabei.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile

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