Kulturjournal

Montag, 23. August 2021, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 27. August 2021, 01:45 bis 02:15 Uhr

Afghanistan: Das Drama der Frauen

Die Situation in Afghanistan ist so dramatisch wie unübersichtlich - das gilt besonders für Frauen. Wie es für sie weitergehen wird, ist allen Beruhigungen der Taliban zum Trotz völlig ungewiss. Der 1992 gegründete Afghanische Frauenverein Hamburg schaut besorgt auf die Entwicklung. Seit Jahrzehnten setzt man sich hier mit Projekten und humanitären Hilfsprogrammen für die Ausbildung, Wasserversorgung und Gleichberechtigung unterdrückter Frauen ein. Ob der spendenbasierte Verein weiterhin seine Arbeit tun kann, ist unklar. Die Mitarbeiterinnen sowie die Schutzbedürftigen sind akut gefährdet. Viele Beobachter rechnen damit, dass sich eine Unterdrückung wie während der vorigen Herrschaft der Taliban wiederholen wird. Das Kulturjournal stellt den Verein vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse vor.

Starke Vorkämpferinnen: Ein Dokumentarfilm über die ersten Frauen in der Bundespolitik

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Torsten Körner posiert vor einem Filmplakat © picture alliance/dpa/dpa POOL | Jörg Carstensen Foto: Jörg Carstensen

Torsten Körner: "Wir brauchen wieder mehr Frauen im Parlament"

Mit dem Film "Die Unbeugsamen" wirft Torsten Körner einen Blick auf die Frauen in der Politik der Bonner Republik. mehr

"Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie allein den Männern überlassen könnte!" Das sagte einst Käte Strobel, Bundesministerin von 1966 bis 1972. Mittlerweile steht seit 16 Jahren eine Frau an der Spitze der Bundesregierung. Doch auch Angela Merkel hat nichts daran geändert, dass es Frauen im bundesdeutschen Politikbetrieb immer noch schwerer haben als Männer. Wie sie sich in der jungen Bundesrepublik gegen Widerstände, Vorurteile und Sexismus durchkämpften, das erzählt Torsten Körner in seinem Film "Die Unbeugsamen". Darin porträtiert er die Pionierinnen der Bonner Republik wie Herta Däubler-Gmelin, Rita Süssmuth und Waltraud Schoppe. Neben Archivaufnahmen kommen sie selbst zu Wort und erzählen von ihren Erwartungen, Enttäuschungen und Erfolgen. "Die Unbeugsamen" ist ein Zeitdokument, das auch heute noch brennend aktuell ist (Filmstart 26. August).

Wie umgehen miteinander? Die Debatte um Identitätspolitik

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Grafik: Eine schwarze Frau und ein weißer Mann stehen Rücken an Rücken. © NDR/Kulturjournal
16 Min

Identitätspolitik: Spaltet sie unsere Gesellschaft?

Die einen sagen, Identitätspolitik spaltet die Gesellschaft. Andere sehen sie als notwendig, um gegen Diskriminierung zu kämpfen. 16 Min

Identitätspolitik ist für viele ein Reizwort. Sie spalte die Gesellschaft und sei ein Gift sagen die einen. Sie sei notwendig, um gegen Rassismus, Diskriminierung und für Gleichberechtigung zu kämpfen - so die anderen. Schwule, Lesben, Schwarze, People of Colour, Menschen mit Migrationsgeschichte sagen: Wir werden immer noch diskriminiert. "Meine Identität ist vielfältig. Ich bin nicht nur, wie ich gelegentlich abgekanzelt werde, ein alter weißer Mann", sagt Wolfgang Thierse, ehemaliger Bundestagspräsident. "Ich würde tauschen mit Herrn Thierse, um ganz ehrlich zu sein. Dann gebe ich ihm gerne den 'Ziegenficker' und den 'Kanaken' und das 'Ölauge' und was es nicht alles gibt und nehme den 'Alten weißen Mann'", entgegnet Mohamed Amjahid, Autor und Journalist. Wer darf wen wie nennen? Wie sollten Mehrheiten und Minderheiten miteinander umgehen? Das Kulturjournal berichtet über eine aktuelle Debatte.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile