Kulturjournal

Montag, 24. August 2020, 22:45 bis 23:15 Uhr

Wieso steht das da? Giganten am Meer - der Hochhauskomplex von Arne Jacobsen auf Fehmarn

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Hochhäuser am Südstrand von Fehmarn © imago / Olaf Malzahn

Fehmarn: Sonne, Sand und Surfer

Sonnenanbeter mögen die Ostseeinsel, weil dort gut 2.000 Stunden im Jahr die Sonne scheint. Neben langen Stränden bietet Fehmarn auch ländliche Ruhe und unberührte Natur. mehr

Es sind drei Türme, auf der einen Seite komplett ohne Fenster, zur Meerseite voll mit Fenstern. Das Versprechen: Jedes Zimmer hat Meerblick. Der Name: IFA-Fernblickhäuser. Und der ferne Blick geht von Burgtiefe auf Fehmarn raus auf die Ostsee. Entworfen hat sie kein Geringerer als der dänische Designer und Star-Architekt Arne Jacobsen und sein Partner Otto Weitling. Der Plan für diese Häuser entstand in den 1960er Jahren. Es war das Jahrzehnt, als die Fehmarnsundbrücke gebaut und damit die Insel mit dem Festland verbunden wurde. Der Tourismus fing an zu boomen, Unterkünfte mussten her. Der Plan der Architekten: Respekt für die Landschaft und behutsame Eingriffe. So schufen sie auch ein "Haus des Gastes" als Zentrum und ein Wellenbad. Und eben die drei Türme. Nur sollten die mit vier Stockwerken eigentlich wesentlich niedriger ausfallen. Doch das Baukonsortium drängte auf mehr Zimmer, um wirtschaftlicher zu sein. Das Ergebnis: Statt vier Etagen wurden es ganze 17. Nun stehen diese drei Klötze seit den 70er Jahren am Südstrand von Fehmarn. Das Kulturjournal widmet sich in seiner dreiteiligen Reihe "Wieso steht das da? - Giganten am Meer" diesen Fernblickhäusern, spricht mit Insulanern, Urlaubern und Denkmalschützern über diese gleich drei Giganten. 

Corona und die Schule: Wie klappt der Unterricht im Ausnahmezustand?

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Schultische für Schüler stehen in einer Turnhalle weit auseinander. © imago images/penofoto
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Corona und Schule: Wie klappt der Unterricht im Ausnahmezustand?

Bald sind die Sommerferien für jedes norddeutsche Bundesland vorbei. Wie wird der Schulstart unter Coronabedingungen laufen? Wir haben zwei Schulen im Ausnahmezustand beobachtet. 6 Min

In Niedersachsen beginnt das neue Schuljahr in der kommenden Woche. In Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg läuft der Unterricht schon wieder. Es war ein Schulstart mit mulmigem Gefühl: wie lang wird es gut gehen bis zur nächsten Schulschließung? Lehrer*innen fürchten, sich anzustecken und fühlen sich nicht gut vorbereitet auf die neue Situation. Schüler*innen schwitzen unter Masken und können sich kaum auf den Stoff konzentrieren. Und viele fürchten, zurück ins Homeschooling zu müssen. Dazu die uneinheitlichen Regelungen. Das Kulturjournal hat an zwei Schulen in Wedel den Unterricht im Ausnahmezustand beobachtet.

Graphic Novel über Depressionen: Ambra Durantes "Black Box Blues"

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Das Cover der Graphic Novel "Black Box Blues" von Ambra Durantes © Wallstein Verlag/ Ambra Durantes
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"Black Box Blues": Graphic Novel über Depressionen

Ambra Durantes hat ihre Gefühle während einer Depression in der berührenden Graphic Novel "Black Box Blues" verarbeitet. Ihr Buch half auch ihrer Familie, sie besser zu verstehen. 5 Min

Was Depressionen genannt wird, ist für Ambra Durante ein leeres Wort, ein Stempel, den sie nicht benutzen will. Eine erst 19 Jahre alte Autorin und Comiczeichnerin aus Mecklenburg-Vorpommern, die uns ihre Gefühle in der berührenden Graphic Novel „Black Box Blues“ (Wallstein Verlag) zeigt. Sie hat gezeichnet, als es ihr schlecht ging. Worte waren zu schal, zu pauschal für diese Phasen tiefster Dunkelheit. Zeichnen als existenzieller Versuch der Selbstrettung. So eindringlich in Text und Bild, dass es einen umhaut. Extrem persönlich, aber auch hilfreich für andere Betroffene und für ihre Familie, der das Buch half, besser zu verstehen, was in ihr vor sich ging. 

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Eine Frau steht neben einem kahlen Baum © dpa Foto: Julian Stratenschulte

Depressionen? Hier gibt es Hilfe und Beratung

Depression ist eine weit verbreitete Krankheit - auch und gerade zu Zeiten des Coronavirus. Wo gibt es Hilfe? Ein Überblick. mehr

Die Bürger und ihr Künstler: Ernst-Barlach-Ausstellung in Güstrow

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Der Bildhauer, Grafiker, Dichter Ernst Barlach (1870-1938) in einer Aufnahme aus dem Jahr 1928 © dpa/Picture Alliance
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150. Geburtstag von Ernst Barlach: Ausstellung in Güstrow

Die Ernst Barlach Museen zeigen die Sonderausstellung "Barlach im Alltag - Alltag bei Barlach", für die die Bürger der Stadt Güstrow Exponate einreichen durften. 5 Min

"Barlachstadt" nennt sich die Stadt Güstrow stolz, und viele Menschen hier fühlen sich dem Künstler und Schriftsteller verbunden. Ab 1910 lebte Ernst Barlach (1870 - 1938) in der mecklenburgischen Residenzstadt. In dieser Zeit wurde er vor allem mit seinen Skulpturen zu einem renommierten und vielfach geehrten Künstler. Als die Nazis an die Macht kamen, galt Barlach plötzlich als entarteter Künstler und durfte nicht mehr ausstellen. Heute gibt es in Güstrow die Ernst Barlach Museen, und für eine Sonderausstellung zum 150. Geburtstag durften die Bürger der Stadt Exponate einreichen: Erinnerungsstücke und Kunstwerke, die sich mit dem Werk auseinandersetzen - wie zum Beispiel mit der Skulptur "Der Schwebende", die im Güstrower Dom hängt. Das Kulturjournal stellt die Ausstellung vor und trifft zwei Künstler, die Arbeiten dafür ausgesucht haben: "Barlach im Alltag - Alltag bei Barlach" (bis 27.9.)

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile