Kulturjournal

Montag, 16. März 2020, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 20. März 2020, 02:00 bis 02:30 Uhr

3,8 bei 5 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Corona und die Kultur: Wie ist die Lage in Norddeutschland?

Theater und Konzerthäuser sind geschlossen, Ausstellungen werden verschoben, Museen dürfen nicht öffnen. Der Kulturbetrieb hat sich in Quarantäne begeben - in allen norddeutschen Bundesländern. Künstler, Musiker, kleine und große Theater stehen vor massiven Einkommensverlusten. Wie gehen Kulturschaffende in Norddeutschland mit dieser Extremsituation um?

Video
04:43

Corona und Kultur in Norddeutschland

Theater und Konzerthäuser sind geschlossen, Ausstellungen werden verschoben, Museen dürfen nicht öffnen. Künstler, Musiker, Theater stehen vor massiven Einkommensverlusten. Video (04:43 min)

Shutdown in der Kultur: Nachdenken über den Ausnahmezustand

Der Ausnahmezustand ist da. Ein fassungsloses Innehalten. Die Corona-Krise ist dabei, sich zur größten Existenzkrise der deutschen Nachkriegsgeschichte auszuweiten. Welche Folgen das hat, erörtert das Kulturjournal mit dem Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins Ulrich Khuon und mit dem Soziologen Heinz Bude, dessen Essay "Gesellschaft der Angst" bereits 2014 beschrieb, wie der Mensch im "Schwelbrand der Verunsicherung" unterzugehen droht.

Video
04:23

Corona: Shutdown im Kulturbetrieb

Theater, Konzerte, Messen: Alles wird abgesagt. Die Corona-Krise droht, für viele Kulturschaffende zur größten Existenzkrise der deutschen Nachkriegsgeschichte zu werden. Video (04:23 min)

Gleiche Leistung, weniger Geld: Das Kulturjournal-Quiz zum Equal Pay Day

Video
04:19

Das Kulturjournal-Quiz zum Equal Pay Day

Am 17. März ist Equal Pay Day. Noch immer verdienen Frauen 20 Prozent weniger als Männer. Reporterin Nadia Kailouli will wissen, wie gut die Menschen über die ungerechte Bezahlung informiert sind. Video (04:19 min)

Noch immer ist es eine der großen Ungerechtigkeiten in Deutschland: Frauen verdienen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer. Um daran zu erinnern, gibt es den sogenannten Equal Pay Day. Er steht symbolisch für den Tag, bis zu dem Frauen kein Geld verdient haben, während Männer schon seit Jahresbeginn entlohnt wurden. Zum Equal Pay Day am 17. März 2020 will Kulturjournal-Reporterin Nadia Kailouli will wissen, wie gut die Menschen über die ungerechte Bezahlung von Frauen und Männern informiert sind: Wie lange dauert es noch, bis Frauen und Männer finanziell gleichberechtigt sind? In welchem Wirtschaftszweig verdienen Frauen mehr? Und in welchem Land ist der "Gender Pay Gap" am größten? Einige Zahlen zu dem Thema sind wirklich erstaunlich - und erstaunlich ist auch, wie manche Passanten auf dieses Thema reagieren. Das Kulturjournal-Quiz zum Equal Pay Day.

Was ist der Gender Pay Gap?

Auf Deutsch bedeutet Gender Pay Gap (GPG) etwa Geschlechter-Einkommenslücke oder geschlechtsspezifisches Lohngefälle. Es wird zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten GPG unterschieden. Der unbereinigte GPG bezeichnet den Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von Frauen und Männern und wird als prozentualer Anteil des durchschnittlichen Brutto-Stundenlohns der Männer angegeben. Hierbei fließen auch die Verdienste von ArbeitnehmerInnen in Teilzeit, geringfügig Beschäftigen sowie Auszubildenden und PraktikantInnen mit ein. Beim bereinigten GPG wird der Bruttoverdienst von Frauen und Männern mit ähnlichen Berufsbildern und Eigenschaften verglichen.

Frauen sichtbar machen: Caroline Criado-Perez kämpft für Gleichberechtigung

Video
04:43

"Unsichtbare Frauen": Der Mann als Maß aller Dinge

Ob Grenzwerte von Chemikalien oder Crashtest-Dummys - der Mann ist das Maß aller Dinge. Das ist ungerecht und kann für Frauen tödlich sein. Genau darum geht es im Buch "Unsichtbare Frauen". Video (04:43 min)

Die Hälfte der Bevölkerung sind Frauen, aber sie leben in einer Welt nach männlichen Maßstäben, so Caroline Criado-Perez. Und das ist nicht nur ungerecht, sondern im schlimmsten Fall tödlich: In ihrem aktuellen Buch "Unsichtbare Frauen" belegt Criado-Perez, wie Industrie, Forschung und Wissenschaft sich an Männern orientieren. Ob Grenzwerte von Chemikalien, Sicherheitskleidung oder Crashtest-Dummys - der Mann ist das Maß aller Dinge. Besonders gravierend ist es in der Pharmaindustrie. Dort werden Medikamente in der Regel an Männern getestet, obwohl Frauen oft anders auf Wirkstoffe reagieren. Sie haben einen anderen Hormonhaushalt und Medikamente bei ihnen andere Nebenwirkungen. Caroline Criado-Perez ist Autorin, Journalistin und Frauenaktivistin. Ihr Buch ist ein Appell, die Welt gerechter zu machen: "Unsichtbare Frauen. Wie die für Männer gemachte Welt verzerrte Daten produziert".

Pionierin der abstrakten Malerei: Film und Biografie über Hilma af Klint

Video
05:13

Hilma af Klint: Pionierin der abstrakten Malerei

1906 schuf Hilma af Klint das erste abstrakte Bild der Welt. Doch 100 Jahre lang war das vergessen. Eine Regisseurin und eine Autorin machten sich nun auf Spurensuche. Video (05:13 min)

Sie malte, wie niemand zuvor. 1906 schuf Hilma af Klint das erste abstrakte Bild der Welt. Doch 100 Jahre lang war das vergessen, männliche Künstler - Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch - galten als Begründer der Abstrakten Kunst. "Die Kunstgeschichte muss umgeschrieben werden", fordert die Kunsthistorikerin Julia Voss und legt jetzt eine umfassende Biografie der schwedischen Malerin vor. Zeitgleich kommt ein Film über Hilma af Klint ins Kino: "Jenseits des Sichtbaren" (seit 5. März im Kino). Auch Filmemacherin Halina Dyrschka fragt, warum man diese Künstlerin bis heute kaum kennt. Klar, sie ist eine Frau. Dann hatte sie auch verfügt, dass ihr mehr als 1000 Bilder umfassendes Werk erst 20 Jahre nach ihrem Tod gezeigt werden durfte. Doch bis vor wenigen Jahren wollten die großen Museen der Welt nichts von ihr wissen. Filmemacherin Halina Dyrschka und Biografin Julia Voss machten sich auf Spurensuche, lernten Schwedisch, wühlten sich durch Archive und entdecken eine mutige, starke Frau, eine Pionierin der abstrakten Malerei.

Frauen bewegen die Welt: Neue Internet-Serie des NDR

Video
01:19

NDR Serie: "Diese Frauen bewegen die Welt"

Von Königin Kleopatra über Beate Uhse bis zu Klima-Aktivistin Greta Thunberg. In einer neuen Serie stellt das NDR Fernsehen bedeutende Frauen in Kurzporträts vor. Video (01:19 min)

Die Geschichtsschreibung war über Jahrhunderte männlich geprägt. Aber schon immer haben Frauen unsere Welt vorangetrieben und Geschichte geschrieben: Von Königin Kleopatra bis zu Klima-Aktivistin Greta Thunberg. In einer neuen Internet-Serie stellt das NDR Fernsehen bedeutende Frauen in Kurzporträts vor. Die Filme mit Greta Thunberg, Beate Uhse und Marie Antoinette sind bereits in der Mediathek zu sehen. In den kommenden Wochen sind unter anderem Beiträge über Michelle Obama, Meghan Markle, Madonna, Kleopatra, Steffi Graf und Katharina die Große geplant.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile