Hamburg Journal

Dienstag, 26. Mai 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Mittwoch, 27. Mai 2020, 04:15 bis 04:45 Uhr
Mittwoch, 27. Mai 2020, 09:30 bis 10:00 Uhr

Corona-Auflagen: Hamburger Senat berät über weitere Lockerung

Angesichts der nahezu gestoppten Ausbreitung des Coronavirus in Hamburg berät der Senat am 26. Mai über weitere Schritte zur Aufhebung von Kontaktbeschränkungen. Er halte dabei aber an seiner Strategie fest, besondere Infektionsrisiken durch entsprechende Auflagen zu Hygiene und Mindestabständen zu verringern, erklärte ein Senatssprecher. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) will die Entscheidungen anschließend bekanntgeben. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hatte am 19. Mai eine neue Rechtsverordnung mit Lockerungsmaßnahmen angekündigt. Auf der Agenda stünden Freibäder, Fitnessstudios, Kinos und Einrichtungen der Stadtteilkultur. Theater und Opern strebten von sich aus noch keine Öffnung an, hatte die Senatorin gesagt. In den vergangenen sieben Tagen haben sich Tests zufolge 27 Hamburger mit dem neuartigen Virus infiziert. Der Senat hat angekündigt, dass er erst bei einem Wert von 900 Neuinfektionen pro Woche die Kontaktbeschränkungen wieder verschärfen würde.

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Corona-Lockerungen: Kinos und Fitnessstudios dürfen öffnen

In Hamburg gibt es die nächsten Corona-Lockerungen: Kinos, Freibäder und Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder aufmachen. Auch die Kitas werden weiter geöffnet. mehr

Steuerschätzung: Was kostet die Krise?

In den vergangenen Jahren war die Mai-Steuerschätzung für Finanzsenator Andreas Dressel und seinen Vorgänger immer wie ein verspätetes Oster-Geschenk. Wegen der boomenden Konjunktur regneten meist warme Millionen zusätzlich ins Stadtsäckel. Doch diesmal ist alles anders: Wegen der Corona-Krise hat Hamburg mehrere millionenschwere Hilfsprogramme aufgelegt, die insgesamt an der Milliardengrenze kratzen - für Unternehmen, Selbstständige und Kulturschaffende. Doch immer mehr Menschen auch in Hamburg fragen sich: Wer soll das bezahlen? Auch wenn die Politik mantramäßig beteuert, dass die Steuern vorerst nicht erhöht werden, ist für Experten klar: Am Ende zahlt die Zeche der Steuerzahler.

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Corona-Steuerausfall: Hamburg rechnet mit Milliarden

Hamburg rechnet mit rund 1,7 Milliarden Euro weniger Steuern als im Oktober vorausgesagt. Man wolle nun jedoch "nicht gegen die Krise ansparen", sagte Finanzsenator Andreas Dressel. mehr

Fachärzte: Erst leere Wartezimmer, jetzt Terminstau

Im Medizinischen Versorgungszentrum in Stellingen haben während der Corona-Krise etwa 30 Prozent der Patienten ihre Termine abgesagt oder sind einfach nicht erschienen, erzählt Kardiologin Christina Brinkmann. Viele Ultraschall- oder Herzkatheter-Untersuchungen wurden versäumt. Manche Risiko-Patienten musste Brinkmann überreden, in die Praxis zu kommen. Während der Corona-Krise haben deutlich weniger Menschen in Deutschland Facharzttermine wahrgenommen als normalerweise. Das zeigt eine bundesweite Abfrage von NDR Info bei den kassenärztlichen und kassenzahnärztlichen Vereinigungen, die heute vorgestellt wird. Sie sprechen von stark rückläufigen Zahlen bei allen Fachrichtungen: Bei der Termin-Service-Stelle der kassenärztlichen Vereinigung in Hamburg gingen die Anfragen um 50 Prozent zurück. Auch bei den Zahnärzten in Hamburg gab es deutliche Rückgänge. Jetzt kommen die Patienten langsam wieder rein, aber durch die vielen Absagen könnten künftig deutlich längere Wartezeiten bei Facharztterminen entstehen und die sind bei vielen Fachrichtungen ohnehin schon lang.

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NDR Info

Fachärzte: Erst leere Wartezimmer, jetzt Termin-Stau

NDR Info

In der Corona-Pandemie ist die Zahl der Facharzt-Besuche in Deutschland nach NDR Recherchen um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Gesundheitsminister Spahn ist besorgt. Es drohen lange Wartezeiten. mehr

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