Expeditionen ins Tierreich

Im Reich der Wolga - Ein Strom zwischen den Kontinenten

Mittwoch, 08. Dezember 2021, 20:15 bis 21:00 Uhr

Die Wolga ist ein Mythos, ein Fluss der Superlative und die natürliche Lebensader Russlands. Mit über 3500 Kilometern ist sie der mächtigste Fluss Europas. Ihr Einzugsgebiet ist größer als Frankreich, Spanien und Portugal zusammen.

Der zweite Teil der Naturdokumentation führt von der Waldgrenze Mittelrusslands durch die südrussischen Steppen bis an die Kaspischen Halbwüsten. Als großes blaues Band dominiert die gewaltige Wolga die trockene russische Tiefebene. Entlang der kasachischen Grenze streift sie den Rand des asiatischen Kontinents.

Durch das ehemalige Land der Wolgadeutschen

Hochwasser an der Wolga. © NDR/ALTAYFILM
Bei Hochwasser wirkt die Wolga noch gigantischer.

Majestätisch durchmisst der Fluss die Federgrassteppen im ehemaligen Land der Wolgadeutschen. Zuflüsse hat die Wolga hier kaum noch. Sie hat ihr Wasser im waldreichen Norden gesammelt und fließt nun breit und träge ins Innere des Kontinents. Kleinere Flüsse zweigen von ihr ab, um ein paar Hundert Kilometer weiter wieder in den Hauptstrom zu münden. Die Wolga ist zur "Mutter der Flüsse" geworden, Quelle und Mündung zugleich. In ihrem bis zu 20 Kilometer breiten Stromtal dringen Flusswälder in den trockenen Süden vor. Mit ihnen die merkwürdigen, weltweit nur im Wolgabecken vorkommenden Russischen Desmane. In strömungsschwachen Altarmen machen die seltsamen Wassermaulwürfe Jagd auf Insekten und Fische.

Steppenmurmeltier mit Jungen. © NDR/ALTAYFILM
Steppenmurmeltiere fühlen sich wohl an den trockenen Hängen an der Wolga.

Entlang des Mittellaufs der Wolga besiedeln Steppenmurmeltiere die trockenen Hänge und Großtrappen balzen auf den ehemaligen Äckern der Wolgadeutschen. Steppenfüchse, Jungfernkraniche und Saiga-Antilopen sind Boten der zentralasiatischen Steppen, die sich von der Wolga weit bis in die Ostmongolei erstrecken.

Grandiose Bilder der Natur am Fluss

Steppenadler mit Jungvögeln. © NDR/ALTAYFILM
Der Steppenadler besiedelt Steppen und Bergregionen.

In drei Jahren Drehzeit und auf zahllosen Expeditionen, ist es den Filmteams gelungen, darunter auch russische, den faszinierenden Strom in grandiosen Bildern einzufangen und erstmals umfassend zu porträtieren. Opulente Bilder und atemberaubende Flugaufnahmen wechseln mit selten zuvor dokumentiertem Tierverhalten, erzählt mit feinem Humor und einer besonderen Leichtigkeit.

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Redaktionsleiter/in
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Producer
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Regie
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Produktionsleiter/in
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Herstellungsleitung
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Redaktion
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Costa Ekman
Produktionsleiter/in
Sven Heiligenstein