Expeditionen ins Tierreich

Die Südheide - Wälder, Wiesen, weites Land

Mittwoch, 20. Juli 2022, 21:00 bis 21:45 Uhr
Donnerstag, 21. Juli 2022, 06:35 bis 07:20 Uhr

Wälder und Felder, Moore und Heide, Schäfer und Schnucken: das sind die Merkmale einer Landschaft, die schon vor 100 Jahren vom Heimatdichter Hermann Löns wegen ihrer Urwüchsigkeit gepriesen wurde. Dabei ist die Region im Städtedreieck Celle, Walsrode und Uelzen alles andere als naturbelassen. Jahrhundertelang wurde sie von Heidebauern geprägt und als norddeutsche Kulturlandschaft geformt.

Ursprung in der Eiszeit

Das Geheimnis des knapp 500 Quadratkilometer großen Naturparks Südheide liegt in seiner Vielgestaltigkeit: Böden, Geologie und Relief haben ihren Ursprung in der Eiszeit. Vielerorts durchfließen malerische Bäche die Landschaft, die ihre Quellen in zahlreichen Heidemooren haben.

Nur selten bekommt man den scheuen Dachs zu Gesicht. Dabei lebt er fast überall in den Wäldern Niedersachsens. © NDR/Günter Goldmann
Nur selten bekommt man den scheuen Dachs zu Gesicht.

Die ausgedehnten Wälder sind Rückzugsgebiete für Wildschweine und Dachse. In klaren Heidebächen jagen Fischotter und scheue Schwarzstörche nach Forellen und Neunaugen.

Anfang des 20. Jahrhunderts waren Birkhühner in Niedersachsen noch häufig. Heute balzen die seltenen Vögel in der Südheide nur noch in entlegenen Regionen. © NDR/Günter Goldmann
Anfang des 20. Jahrhunderts waren Birkhühner in Niedersachsen noch häufig.

Wichtiger Bestandteil der Südheide sind die unzugänglichen Moore, in denen Kraniche, gut geschützt vor Feinden, ihren Nachwuchs großziehen. Kreuzotter und die selten gewordenen Birkhühner hingegen fühlen sich auf den sandigen Heideflächen wohl, die der Region ihren Namen verdankt.

Die Natur beeindruckend in Szene gesetzt

Bei den Wildschweinen führt das älteste und erfahrenste Weibchen die Rotte an. Es bestimmt, wann gefressen und geschlafen wird und wohin die Familie als nächstes weiterzieht. © NDR/Günter Goldmann
Bei den Wildschweinen führt das älteste und erfahrenste Weibchen die Rotte an.

Die Dokumentation "Die Südheide" erzählt von einem fast unbekannten Landstrich, der vom Menschen seit Jahrhunderten stark beeinflusst und dennoch vielgestaltig ist. Mit beeindruckenden Verhaltensbeobachtungen von streitenden Birkhähnen, Dachsen in ihrem unterirdischen Bau, kämpfenden Wildschweinfrischlingen oder auch Kranichküken, die im wärmenden Federkleid ihrer Eltern Schutz suchen, setzt Naturfilmer Günter Goldmann die Natur der Südheide in Szene. Flugaufnahmen zeigen die Region aus der Luftperspektive, extreme HD-Zeitlupen von Birkhühnern, Wildschweinen und Rehen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner im Herzen Niedersachsens.

Ratgeber Reise
Ein Schäfer mit Heidschnuckenherde in der Lüneburger Heide © dpa Foto: Hans-Jürgen Wege

So schön ist die Lüneburger Heide

Die Lüneburger Heide beginnt südlich von Hamburg und erstreckt sich bis nach Gifhorn. Sie ist ideal zum Radfahren und Wandern. mehr

Redaktion
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Autor/in
Günter Goldmann
Regie
Günter Goldmann

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Tiere

Lüneburger Heide

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