Expeditionen ins Tierreich

Australien - Im Land der Wombats

Mittwoch, 13. Februar 2019, 20:15 bis 21:00 Uhr

Atemberaubende Küsten, eindrucksvolle Wüsten, glühende Hitze! Der Süden Australiens steckt voller Gegensätze: Die Kalksteinklippen der Zwölf Apostel an der Südküste Australiens ziehen massenhaft Touristen an, auf den Wellen des Südlichen Ozeans reiten Surfer und Brillenpelikane.

Wombats sind perfekte Buddelmaschinen

Doch weiter landeinwärts beherrschen oft gnadenlose Hitze und Trockenheit den Süden. Selbst Überlebenskünstler wie Wombats geraten in den Sommermonaten an ihre Grenzen.

Während tagsüber heißer Wind über das karge Inland im Süden Australiens fegt, ruht er friedlich im selbst gebuddelten Reich unter der Erde: Der Wombat gehört zu den besten Baumeistern der Natur. Bis zu fünf Meter tief gräbt er in die Erde, legt 30 Meter lange Tunnelsysteme an. Wombats sind perfekte Buddelmaschinen: gedrungener Körper, kräftige kurze Beine, flacher Kopf. Und sie haben einen Beutel, der nach hinten offen ist, damit dem Nachwuchs keine Erde in die Augen rieselt.

Wombats sind Einzelgänger und Überlebenskünstler, sie kommen mit extrem wenig Wasser aus. Doch die glühenden Sommer in Südaustralien machen selbst ihnen zu schaffen. Erst recht dann, wenn sie mit europäischen Kaninchen um die letzten Gräser konkurrieren müssen und fremdartige Pflanzen aus Übersee sich um sie herum ausbreiten. Je länger die Trockenzeit andauert, umso gefährlicher wird die Situation für die Beuteltiere.

Tannenzapfenechsen und Bulldoggenameisen

Im Süden Australiens leben weitere skurrile Tiere wie die Tannenzapfenechse. Ihren Namen verdankt sie ihren großen Schuppen, die den ganzen Körper bedecken. Die Echse speichert Fett für schlechte Zeiten in ihrem Schwanz. Dieser erfüllt aber noch einen weiteren Zweck: Da der Schwanz beinahe so breit und dick wie der Kopf des Tieres ist, können Feinde schwer erkennen, wo bei der Echse vorne oder hinten ist. Packt ein Angreifer aus Versehen ihren Schwanz, bricht der einfach ab und die Tannenzapfenechse kann flüchten.

Eine weitere Besonderheit des roten Kontinents sind Bulldoggenameisen: Sie werden mehrere Zentimeter groß und haben einen Giftstachel, im Gegensatz zu den meisten anderen Ameisenarten. Außerdem besitzen sie kräftige Kiefer, mit denen sie sich alles schnappen, was sie erwischen können. Mit dem Gift des Stachels wird die Beute gelähmt und dann in den Ameisenbau geschleppt. Für unvorsichtige Insekten gibt es kein Entkommen.

Der Süden Australiens steckt voller Naturwunder

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Die Südküste Australiens grenzt ans Südpolarmeer.

Australiens Süden ist voller Naturwunder: von der bizarren Pinnacles Desert, einer Wüstenlandschaft mit hohen Kalksteinsäulen, bis hin zum Murray-Fluss, der das Land mit Leben spendendem Wasser versorgt. Der Süden ist auch das Land der gemütlichen Wombats, die immer mehr Gefahren trotzen müssen, um zu überleben.

Auch für diese Folge "Im Land der Wombats" aus der Naturfilmreihe "Australien" bereisten die erfahrenen Tierfilmer Klaus Weißmann und Rolf Sziringer den Kontinent viele Monate lang, um eindrucksvolle Aufnahmen und Tiergeschichten einzufangen.

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Redaktion
Ralf Quibeldey
Monika Schäfer
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Producer
Susanne Lummer
Autor/in
Klaus Weißmann
Rolf Sziringer