die nordstory

die nordstory Spezial - Über den Wolken von Rügen

Sonntag, 19. August 2018, 14:00 bis 15:30 Uhr

Auf dem Flugplatzfest in Güttin treffen sich technikverliebte Flugzeugenthusiasten, wagemutige Adrenalinjunkies und völlig durchgeknallte Modellflugzeugpiloten. Begleitet werden sie von massenhaft Publikum. Es gibt Bier aus Pappbechern. Und plötzliche Windböen aus Nordwest.

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Die Kunstflugstaffel aus Gera nimmt gerne abenteuerlustige Gäste mit. In diesem Fall einen Fallschirmspringer der Berliner „Black Hawks“, der den Kick sucht in 1.500 Metern Höhe. Absprung aus offenen Cockpit im Scheitelpunkt eines Loopings.

Beim Flugplatzfest in Güttin auf Rügen herrscht Hektik im Tower, es gibt Parkplatzprobleme, man trifft auf nervöse Tandemfallschirmspringer, die zum ersten Mal einen Fallschirmsprung wagen, und auf Kunstflugpiloten, die hart im Nehmen sind. Spritmangel an der Kerosintankstelle. Das ganze Geschehen wird von den Menschen am Boden bestaunt, Fußgänger, wie sie im Fliegerjargon heißen.

"Schwarze Falken" im freien Fall

Black Hawks (Schwarze Falken) nennen sich die Freifall-Fallschirmspringer. Von März bis Oktober operieren sie auf dem Flugplatz Güttin. 600 bis 700 Sprünge pro Saison machen sie.

Die Antonow An-2 ist der größte im Einsatz befindliche einmotorige Doppeldecker der Welt. Diese „Tante Anna“ ist normalerweise in Neustadt-Glewe stationiert. Beim Flugplatzfest in Güttin ist sie pausenlos im Einsatz für Rundflüge rund um Rügen.

Zwei Brüder aus Stralsund wollen auf dem Flugplatzfest in Güttin endlich auch einmal das Adrenalin während des freien Falls spüren, von dem immer alle reden. Sie wollen hier ihr Geburtstagsgeschenk einlösen: einen Tandemsprung aus 3.000 Metern Höhe. Manch einer hat oben im Flugzeug in letzter Sekunde auch schon mal "nein" gesagt.

Kapriolen mit dem Kunstflugweltmeister

Auch diesmal schraubt sich Kai Joppich mit seinem kleinen Doppeldecker hoch in den Himmel, dann lässt er sich mit seinem Flugzeug trudeln, fängt es kurz vorm Erdboden wieder ab und fliegt noch ein paar Loopings hinterher. Wenn der deutsche Meister im Kunstflug seine atemberaubenden Kapriolen zeigt, kommen die Besucher des Flugplatzfestes aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Unbemannte Modellflugzeuge

Die Modellbauflieger sind immer die Letzten, die in den Himmel aufsteigen dürfen. Und nur dann, wenn die Black Hawks, die Kunstflieger oder die Antonow ihnen mal ein Zeitfenster lassen. Dann dürfen sie ihren Turner W4X oder Valiant 30cc oder den Nimbus 4D aufsteigen lassen. Flying Devils nennen sie sich mit ihren akkurat zusammengesetzten Modellflugzeugen. Wenn sie Pech haben, dann warten sie beim Flugplatzfest auch mal den ganzen Tag, ohne dass sie ein Go vom Tower bekommen.

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Autor/in
Anke Riedel
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Iris Berner