die nordstory - Das Jahr der Auerochsen

Montag, 30. September 2019, 14:15 bis 15:15 Uhr

Heckrinder, die sogenannten Auerochsen im Hutewald. © NDR/movit GmbH/Jens Oehmigen

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Mitten im Naturpark Solling-Vogler im Weserbergland liegt ein ganz besonderer Wald. Seit zehn Jahren lässt man hier die Tradition der im Mittelalter weit verbreiteten Hutewälder wieder aufleben. Damals schickte man Schweine, Pferde und Auerochsen zur Fütterung in den Wald. Nachdem die Auerochsen ausgestorben waren, wurden in Deutschland Rückzüchtungen vorgenommen. Herausgekommen ist dabei das Heckrind, das zusammen mit den aus England stammenden Exmoorponys in Herden im Hutewald Solling-Vogler lebt.

Eine eigene Wachstumsdynamik

Neuanpflanzungen durch den Menschen und die Mitarbeit der Tiere, die mit ihren Hufen und Mäulern das Gestrüpp niedrig halten und den Graswuchs fördern, führen zu lichten, manchmal fast parkähnlichen Waldabschnitten. Eingerahmt von baumbestandenen Weiden ergibt sich so eine zauberhafte Landschaft mit einer eigenen Wachstumsdynamik, die auch seltenen Insekten, Vögeln und Fledermäusen eine neue Heimat gibt.

Das Projekt zeichnet sich aber auch dadurch aus, dass man mit den Bauern in der Nachbarschaft eng kooperiert und die Tiere im Hutewald vermarktet. Einige Gasthöfe der Region haben sich auf das geschmackvolle Fleisch der Auerochsen spezialisiert und organisieren die beliebten "Auerochsenwochen".

Neues Leben für Hutewälder

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Autor/in
Jens Oehmigen