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SOS

Freitag, 18. September 2020, 08:15 bis 09:00 Uhr

Vor der Westküste Afrikas kreuzt ein Krankenhaus. "Esperanza del Mar" heißt das Hospitalschiff der spanischen Marine, das im Heckwasser der Fischereiflotten verunglückte Seeleute versorgt. Sogar schwierige Operationen sind auf hoher See möglich.

Vor dem ewigen Eis der Antarktis wird das Weltumseglerehepaar Wilts von einem Polarsturm überrascht. Ihr Schiff, die "Freydis", schlägt Leck. Die Segler retten sich durch die eisige Brandung an Land. In der "weißen Hölle" kämpfen die zwei Schiffbrüchigen einen Winter lang ums Überleben.

Die Männer der niederländischen Bergungsfirma Smit International gehen an Bord, wenn Kapitän und Mannschaft ihr Schiff längst aufgegeben haben. Das Unternehmen operiert weltweit in Notfällen. Die Männer löschen Brände, pumpen Öl ab und holen Wracks von Riffen oder auch vom Meeresgrund.

Der Tauchanzug von Tom Bissett hat 26 Gelenke und wiegt eine halbe Tonne. Der Schotte ist Hardsuit-Diver. Mit dem "Ein-Mann-U-Boot" bewegt sich der Taucher unbeeinträchtigt vom Wasserdruck in bis zu 600 Metern Tiefe. Die eingeschlossenen Matrosen im U-Boot Kursk hätten vielleicht gerettet werden können, meint Bissett. Inzwischen hat auch die russische Marine acht Spezialanzüge bestellt.

Ein Leben für die Lebensrettung: Hans Eberhardt hat unzählige Schiffbrüchige vor dem nassen Tod gerettet. Auch sein Vater, sein Großvater und sein Urgroßvater waren Seenotretter. Sie sind damals vor der Küste Ostpreußens noch mit dem Ruderboot ausgerückt.

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