Last Night of the Proms

Montag, 27. Dezember 2021, 00:35 bis 02:05 Uhr

Nach einer "Last Night" ohne Zuhörerschaft in der Royal Albert Hall im Corona-Sommer 2020, fand am 11. September 2021 das legendäre Abschlusskonzert "Last Night of the Proms" wieder vor Publikum in London statt. Mit Fahnen, nationalem Pathos, aber auch vielen Europasymbolen. Der Finne Sakari Oramo dirigierte das BBC Symphony Orchestra und die BBC Singers. Stargast war einer der meistgefragten Heldentenöre: Der Australier Stuart Skelton (Tenor) verkörpert fast alle bedeutenden Männerrollen von Richard Wagner in den Opernhäusern von Sydney über München bis Paris. Er wird jedoch gleichermaßen für seine Musikalität, den schönen Ton und seine dramatischen Figurenzeichnungen bei Gustav Mahler, Richard Strauss und Camille Saint-Saëns gefeiert.

Klassik-Fans in aller Welt fiebern ihr entgegen: der „Last Night of the Proms“. In der Royal Albert Hall werden Fahnen geschwungen, vielerorts wird lauthals mitgesungen. © NDR/WDR/Royal Albert Hall
Klassik-Fans in aller Welt fiebern ihr entgegen: der „Last Night of the Proms“. In der Royal Albert Hall werden Fahnen geschwungen, vielerorts wird lauthals mitgesungen.

Zu Skelton stieß Ksenija Sidorova aus Lettland mit dem Akkordeon, die Sensation an diesem Instrument schlechthin, mit Stücken von Astor Piazzolla. Eröffnet wurde das Konzert mit Musik aus dem Jahr 1932, dem "Jiba Dance" aus der Symphony No. 1 von Florence Price. Sie war die erste schwarze US-Amerikanerin, die als Komponistin für klassische Musik bekannt wurde und gilt bis heute als großes Vorbild.

Zum krönenden Abschluss der Proms-Konzerte gab es natürlich wieder die Mitsing-Klassiker: vom traditionellen "Auld Lang Syne" über Edward Elgars "Pomp and Circumstance" bis hin zu Sir Henry Woods Seefahrer-Orchesterwerk "Fantasia On British Sea Songs" mit echten Ritualen für das Publikum.

Deutscher Kommentar: Heiko Obermöller.

Redaktion
Christoph Bungartz