Leopard, Seebär & Co. (200)

Ein Wiedersehen mit den Bärenbrüdern

Mittwoch, 24. Februar 2021, 17:10 bis 18:00 Uhr

Früh im Morgengrauen treffen sich Uwe Fischer und Tobias Taraba. Lang ist es her, dass sie ihre beiden Kamtschatka-Bären "Wanja" und "Misho" gesehen haben. Höchste Zeit, die beiden 2011 geborenen Bärenbrüder im Wildpark Lüneburger Heide mal zu besuchen. Die Eltern "Mascha" und "Leonid" leben immer noch in Hamburg. Um Inzucht zu vermeiden, musste der Nachwuchs den Tierpark verlassen. Der Abschied von den "Super-Bärenkindern" fiel damals niemandem leicht. Aus den süßen, flauschigen Brüdern sind inzwischen zwei stattliche Bären geworden. Ob "Wanja" und "Misho" ihre ehemaligen Pfleger wiedererkennen? 

Die Köhrmann'sche Elefantenschule

Als Christian Wenzel vor zehn Jahren in Hamburg als Tierpfleger anfing, wurde "Shila" gerade geboren. Gemeinsam mit "Shila" hat er die Köhrmann'sche Elefantenschule durchlaufen. Zuvor hatte er seine Ausbildung im Tierpark Berlin absolviert und wollte sich unbedingt weiter auf die Elefantenpflege spezialisieren. Der gebürtige Mecklenburger bewarb sich in allen norddeutschen Zoos, um einen der begehrten Plätze für die Zusatzausbildung zu ergattern.

Im Tierpark Hagenbeck war er richtig. Hier wacht Thorsten Köhrmann über die Herde und ihre Pfleger. Schon Thorstens Urgroßvater Emil, sein Großvater und sein Vater haben bei Hagenbeck gearbeitet. Thorsten ist im Tierpark groß geworden und wurde mit strenger Hand an die Arbeit mit den tonnenschweren Tieren herangeführt. Christian schätzt seinen Ausbilder, auch wenn es zum Schutz der schweren Jumbos und ihrer Pfleger mal laut wird im Elefantenhaus. Heute wiegt "Shila" schon zweieinhalb Tonnen und sie ist mit ihren zehn Jahren immer noch nicht ausgewachsen. 

Noch klein und grau - ein Pelikanküken braucht Rundumpflege 

Christin Zimmer kann sich an dem kleinen grauen Nachwuchs gar nicht sattsehen. Sie zieht derzeit ein kleines Pelikanbaby mit der Hand auf. Es erinnert zwar noch nicht ansatzweise an seine eleganten Eltern, doch das schrumpelige Küken wird einmal ein stolzer rosafarbener Pelikan werden. Für den kleinen Nachzügler war kein Platz im Nest mehr frei. Damit kein Ei dieser wertvollen Vögel zu Bruch geht, legen die Tierpfleger das erste Ei immer in die Brutmaschine, sodass die Pelikane noch einmal nachlegen können. In diesem Jahr sind daraufhin jedoch mehr Babys geschlüpft als erwartet, und so braucht das Kleine Rundumpflege.

Ein Sternrochenbaby wird aufgepäppelt

Der Nachwuchs des Tropen-Aquariums wird in der Quarantänestation aufgepäppelt: Zurzeit sind es zwei kleine gepunktete Stechrochen und ein Baby-Bambushai. Ina Gooßen kümmert sich fürsorglich um die drei und versorgt sie mehrmals täglich mit Futter. Bei den Rochen klappt das schon gut. Der winzige Bambushai dagegen ist Inas Sorgenkind, denn er verweigert die Mahlzeiten. Geduldig versucht sie, ihn zum Fressen zu animieren.

Der Enten-Dreck muss weg!

Zu früher Stunde trifft sich Tierpfleger Roy Schulz mit acht Auszubildenden im strömenden Regen zum gemeinsamen "Entschlacken". Zweimal im Jahr wird der Flamingo-Teich im Afrika-Revier gereinigt. Diese mühselige und etwas unangenehme Arbeit ist seit Jahren die Aufgabe der Auszubildenden. Zunächst werden die Flamingos im Winterquartier untergebracht und das Teichwasser wird abgelassen. Was bleibt, ist jede Menge Entendreck, bis zu 30 Zentimeter hoch, der muss weg. Die Azubis kehren und schaufeln, in drei Stunden muss alles erledigt sein. Ob das zu schaffen ist?

 Bunte Pracht - die Gartenboa hat Nachwuchs

Tierpflegerin Christin Zimmer hat im Tropen-Aquarium entdeckt, dass die Gartenboa in der Nacht Nachwuchs bekommen hat. Das soll sich nun Dr. Guido Westhoff genauer ansehen. Der ist genauso begeistert wie Christin. Gemeinsam sammeln sie die bunten Mini-Gartenboas aus ihren Verstecken und Guido begutachtet sie genau: Sind sie gesund? Vier Stück allein fischen sie aus dem Terrarium. Die Schlangenmama hat sich in einer Korkröhre verkrochen - sind da etwa noch mehr Mini-Schlangen versteckt?

Rangelei unter den Kattamännchen um Clanchefin Koboldi

Das 18-jährige Katta-Äffchen "Gerard" ist seit vielen Jahren Mitglied der Lemuren-Gruppe des Tropen-Aquariums. Er ist privilegiert, denn während der Paarungszeit wählte Clanchefin "Koboldi" bisher immer ihn als Partner aus. Jörg Walter schaut nach "Gerard", denn die anderen Männchen wollen ihm seinen Platz streitig machen und greifen ihn an. Er hat schon einige Blessuren davongetragen. Wird Clanchefin "Koboldi" sich wieder für "Gerard" entscheiden?

Ratgeber Reise
Jungtier in der Seehundstation Friedrichskoog. © dpa Foto: Horst Pfeiffer

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