Afghanistan. Das verwundete Land

Das Königreich

Mittwoch, 15. September 2021, 01:55 bis 02:50 Uhr

In den 1960er-Jahren herrscht Frieden in Afghanistan. Der König des Landes, Mohammed Sahir Schah, fördert die Demokratie und die Rechte der Frauen. In Kabul werden Modenschauen und Schönheitswettbewerbe abgehalten. Die ersten Touristen kommen. Ähnlich wie in Paris oder Frankfurt haben auch die Studierenden der Universität Kabul revolutionäre Träume. Einige wünschen sich den Sozialismus, andere sprechen von einer islamischen Revolution. Ihr Konflikt breitet sich in der Gesellschaft aus und treibt die Nation an den Rand eines Bürgerkriegs. Die Monarchie geht unter, die kommunistische Partei ergreift die Macht und will Afghanistan radikal verändern. Tausende Afghanen protestieren.

Utopische Träume münden in einen endlosen Krieg

Außergewöhnliches Filmmaterial aus den 1960er- und 1970er-Jahren zeigt ein schönes, verloren gegangenes Afghanistan. Erzählt wird, wie utopische Träume in einen nicht enden wollenden Krieg münden. Unter den Protagonisten: "Miss Afghanistan 1972", der Bruder der letzten afghanischen Königin, Gulbuddin Hekmatjar, Gründer der ersten islamistischen Partei, und Sima Samar, erste Frauenministerin, deren Mann Opfer der brutalen Unterdrückung durch das kommunistische Regime wurde.

Vierteilige Serie mit unbekanntem Archivmaterial

Die Konflikte in und um Afghanistan haben die Welt immens beeinflusst. Diese vierteilige Serie zeigt meist ungesehene Archivbilder. Vor der Kamera berichten vor allem afghanische Frauen und Männer, aber auch Menschen aus dem Westen über ihre persönlichen Erfahrungen. Sie sprechen aus sehr verschiedenen Perspektiven, und sie nehmen das Publikum mit auf eine Reise vom Paradies in die Hölle.

Redaktion
Ulrike Dotzer
Produktionsleiter/in
Melanie Clausen
Redaktionsassistenz
Juliane Kirchberger
Kristina Madejczyk
Autor/in
Mayte Carrasco
Regie
Mayte Carrasco
Autor/in
Marcel Mettelsiefen
Regie
Marcel Mettelsiefen
Autor/in
Lucio Mollica