Stand: 20.02.2017 14:38 Uhr

Elberadweg: Von Hitzacker zum Wattenmeer

Die Elbe zählt zu den letzten natürlichen Flusslandschaften in Mitteleuropa. Die einzigartige Landschaft entlang des Stroms lässt sich auf mehreren Abschnitten des Elberadwegs erleben. Von Bad Schandau an der tschechischen Grenze bis nach Cuxhaven an der Mündung der Elbe in die Nordsee umfasst die Strecke etwa 860 Kilometer und führt durch sieben Bundesländer.

Baden im Waschsee. © © NDR/Anne Gänsicke, honorarfrei

Mit dem Rad auf Entdeckungstour

die nordstory -

Der Elberadweg gilt als schönste Rad-Route Deutschlands - von der Nordsee bis nach Dresden. Die Sendung stellt auch Routen in Mecklenburg und an der Ems vor.

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Mit dem Rad von Hitzacker bis Lauenburg

Der Elberadweg ist durchgängig gut ausgebaut. Die Fahrt entlang der Elbe eignet sich für kleine und große Touren gleichermaßen. Ein besonders reizvoller Abschnitt in Norddeutschland sind die rund 250 Kilometer von Hitzacker nach Cuxhaven. Sie bieten einen Eindruck von der Weite der Flusslandschaft. Die Elbtalauen bieten Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. So bauen Biber dort ihre Burgen, Fischadler und Störche nisten.

Breites Angebot an Unterkünften

In Ferienzeiten und an Wochenenden empfiehlt es sich, die Unterkunft im Voraus zu buchen.

Der Elberadweg wurde im Jahre 2002 einheitlich beschildert. Viele Gemeinden entlang der Elbe bieten auch organisierte Thementouren mit dem Rad an. Einzelfahrer, Gruppen oder Familien können so unter fachkundiger Führung die Flora und Fauna, Sehenswürdigkeiten oder besondere Picknickplätze kennenlernen. Die Auswahl an Unterkünften am Elberadweg reicht vom Campingplatz über Privatzimmer, Pensionen und Jugendherbergen bis zum Fünf-Sterne-Hotel. In Ferienzeiten und an Wochenenden sind viele Radfahrer unterwegs. Deshalb ist es empfehlenswert, die Unterkunft im Voraus zu buchen.

Von Hitzacker nach Lauenburg

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In Hitzacker erwartet die Radler nicht nur eine liebevoll restaurierte Altstadt, sondern auch ein Weinberg.

Startpunkt der Tour ist Hitzacker. In der malerischen Kleinstadt gibt es viele Restaurants und Cafés im historischen Fachwerkhäusern sowie einen alten Weinberg mit 99 Weinstöcken und ein interessantes Heimatmuseum. Am linken Elbufer führt der Radweg flussabwärts über die Städtchen Bleckede und Boizenburg bis nach Lauenburg. Dieser Abschnitt ist geprägt von den Elbhöhen mit erheblichen Steigungen. Rechtselbisch indes können Radler gelassen auf diese eiszeitlichen Erhebungen schauen. Die Schifferstadt Lauenburg ist geprägt durch ihre Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Interessant ist ein Besuch im Elbschifffahrtsmuseum. Die 2014 neu gestaltete Ausstellung zeigt die historische Entwicklung der Schiffahrt auf der Elbe oberhalb Hamburgs bis nach Böhmen.

Lohnender Umweg

Das Schiffshebewerk in Scharnebeck wurde 1974 als das größte der Welt erbaut.

Von Lauenburg Richtung Geesthacht führt der Elberadweg an einer Technikroute entlang. Eine Elbstaustufe mit Schleuse und Fischtreppen lässt erahnen, dass die Flut der Nordsee bis dorthin wirkt. Das imponierende Schiffshebewerk in Scharnebeck, etwas abseits des Radweges, lockt zu einem Abstecher in die Salzstadt Lüneburg. Die Flächen der ehemaligen Landesgartenschau rund um das Schloss Winsen an der Luhe sowie das Marstallmuseum zur Elbmarschkultur und Frühgeschichte runden diesen Umweg ab.

Von Hamburg durchs Alte Land nach Cuxhaven

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Im Alten Land vor den Toren Hamburgs beginnt Ende April die Blütezeit.

Ab der Fähre Zollenspieker führt der Radweg ausschließlich rechtselbisch nach Hamburg hinein. Die zweitgrößte Stadt Deutschlands bietet ein breites Angebot für Touristen: Kunst, Kultur, Sehenswürdigkeiten, gute Einkaufsmöglichkeiten und ein prickelndes Nachtleben. Der Abschnitt von Hamburg zum Alten Land eignet sich auch für untrainierte Radler als Tagestour. Durch die romantische Altstadt Stades führt diese westelbische Route des Elberadweges. Der Elbdeich bietet eine gute Orientierung. In Lühe können Radler und Fußgänger nach Wedel übersetzen, um wieder auf die rechtselbische Strecke des Radwegs zu gelangen.

Mit der Mini-Fähre über die Krückau

Von Wedel Richtung Glückstadt säumen teils ausgedehnte Strandabschnitte die Elbe. Dazwischen liegen Kleinode wie die Haseldorfer Marsch mit dem Elbmarschenhaus oder Kronsnest mit Deutschlands kleinster Fähre über die Krückau. Auch Drochtersen mit der Lorenbahn "Moorkieker" und die Elbinsel Krautsand sind sehenswert. Drochtersen besticht durch seine landschaftliche Vielfalt aus Wasser, Marsch und Moor. Ausflügler können dort durch weite Wiesen wandern, die großflächigen Obstplantagen durchstreifen oder an kleinen idyllischen Häfen sowie den Elbstränden entlang spazieren. In Glückstadt lohnen sich ein Bummel durch die denkmalgeschützte Altstadt und ein Besuch des schönen Hafens.

Erholung im Seebad Cuxhaven

Von Glückstadt aus geht es rechtselbisch nach Brunsbüttel. Die gewaltigen Schleusen zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Elbe sind die interessantesten Sehenswürdigkeiten in Brunsbüttel. Beeindruckend ist zudem das Schleusenmuseum. In Glückstadt kann der Radler auch die Fähre nach Wischhafen nehmen. Von dort führt die Strecke nach Freiburg/Elbe, wo es etliche Natur- und Landschaftsschutzgebiete gibt. Über Neuhaus (Oste) erreicht der Radtourist Otterndorf. In dem Nordseebad lohnt sich ein Besuch des Skulpturengartens und des Museums gegenstandsfreier Kunst.

Zum Ziel nach Cuxhaven

Von Otterndorf ist es nicht mehr weit bis Cuxhaven. Das Seebad an der Elbmündung bietet Erholung pur. Ein Ausflugsklassiker ist die Wattwanderung zur Insel Neuwerk. Vom Strand in Cuxhaven-Döse sind alle drei deutschen Wattenmeer-Nationalparks zu sehen. Cuxhavens Wahrzeichen, die Kugelbake, ist der nordöstlichste Punkt des Nationalparks "Niedersächsisches Wattenmeer". Auf der anderen Seite der Elbe liegt der Nationalpark "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer". Neuwerk und ihre umgebenden Wattflächen gehören zum Nationalpark "Hamburgisches Wattenmeer".

Beliebtester Radfernweg Deutschlands

Der Elberadweg wurde in Umfragen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) immer wieder zum beliebtesten Radfernweg gewählt. Ein Tipp des ADFC: Wer von der Mündung in Richtung Quelle fährt, kann lästigen Gegenwind vermeiden. Detaillierte Informationen zum Routenverlauf sowie viele weiterführende Links zu den Tourismusverbänden bietet die offizielle Internet-Seite über den Elberadweg.

Weitere Informationen
mit Video

An der Elbe entlang zu den Störchen

Die Elbtalauen sind bei Störchen als Nistplatz beliebt. Bei einer Radtour auf der Deutschen Storchenstraße können Naturfreunde viele der imposanten Vögel beobachten. mehr

Karte: Von Hitzacker nach Cuxhaven per Rad (grober Verlauf)

Dieses Thema im Programm:

die nordstory | 14.09.2016 | 14:45 Uhr

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