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Fischerhemd und Weste mit Radio © Radio:Kirsty Pargeter  iStockphoto.com /// Hemd: picture alliance Fotograf: Radio:Kirsty Pargeter /// Hemd: picture alliance
 

Plattdeutsch

Für alle, die Plattdüütsch snacken oder es lernen wollen. mehr

Hintergrund
Blick auf das Wattenmeer und einen Priel an der deutschen Nordseeküste. © picture-alliance / OKAPIA Fotograf: Oswald Eckstein
 

Die Geschichte der plattdeutschen Sprache

Alles über die Entwicklung der Sprache - auf Hochdeutsch und auf Plattdeutsch. mehr

 

Das Wörterbuch

In unserem plattdeutschen Wörterbuch finden Sie Begriffe von Ackerschnacker oder Gattenpietscher bis zu schanfuudern und Witscherquast. Nennen Sie uns originelle plattdeutsche Begriffe aus Ihrer Region!

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  20. T
  21. U
  22. V
  23. W
  24. X
  25. Y
  26. Z
  27. Sprichwort

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Sprichworte

  • "Aalns en vöröbergang" säh de Haas, as se em dat Fell öber de Ohrn treggn dän (Elbdeich Rosenweide)
    "Alles ein Vorübergang" sagte der Haase, als sie ihm das Fell über die Ohren zogen
  • "Dunner'slach": Säh de Jäger! "De Rehbuck steit je brilljant inn't Füür"! Dor secht de Drieber: "Scheet man noch mal, he hett dat villicht nich hört"! (Elbdeich Rosenweide)
    "Donnerschlag"! Sagte der Jäger. "Der Rehbock steht ja brillant im Feuer"! Da sagt der Treiber: "Schieß noch mal, er hat es vielleicht nicht gehört"!
  • "Fleesch iss mien best Gemüs"! Säh unns Husschlachter und pack sick dan´n Schinken dubblt und dreefach up dat Bodderbrot. (Elbdeich Rosenweide)
    "Fleisch ist mein bestes Gemüse", sagte unser Hausschlachter und legte sich den Schinken doppelt und dreifach auf´s Butterbrot.
  • "Öberelfsche Peilepöch" reupn de Verlanner Jungs öber de Elf wenn wei ut Rosenwei jüm mit "Veerlanner Pidelpöch" argert harn. (Elbdeich Rosenweide)
    Diese Schimpfworte grölten die Kinder aus Vierlanden wieder über die Elbe zurück.
  • "Solangn as wei leeft, ward fedde Ossn schlacht, de na uns kommt künt Herdnköpp fretn" Säh unns Husschlachter wenn he bie uns schlachn dä. (Elbdeich Rosenweide)
    Solange wie wir leben, werden fette Ochsen geschlachtet, die nach uns kommen, können Heringsköpfe fressen! Sagte unser Hausschlachter, wenn er bei uns schlachtete.
  • "Watt saachte denn de Wilddeef, ass se em in´n Holln faat kreegen hebbt"? freuch de Richter dann Schendarm! "Er saachte gerade einen großen Telgen ab"! (Elbdeich Rosenweide)
    "Was sagte denn der Wilddieb, als sie ihn im Wald erwischten"? Fragte der Richter den Polizisten! "Er sägte gerade einen großen Zweig ab"!
  • A: Dat is hüüte steernenklor - B: Wat, Keerls sind dor? - A: Och, kack man - B: Wat acht Mann? (Bremen)
    Das ist heute sternenklar - Was, Kerle sind da? Ach, kack man - Was, 8 Mann?
  • Achder unsen Huus, dor pleucht Peeter Kruus, ohne Plooch und ohne Rad, nu raah mal, wat is dat? "De Mullworbn" (Elbdeich Rosenweide)
    Hinter unserem Hause, da pflügt Peter Krause, ohne Pflug und ohne Rad, nun rate mal was ist das? "Der Maulwurf"
  • Alns inne Welt, nur keen hölt`n Backaben. Säh uns Bäcker, wenn he uns frische Stutn bringn dä. (Elbdeich Rosenweide)
    Alles in der Welt, nur keinen hölzernen Backofen. Sagte unser Bäcker, wenn er uns frisches Brot brachte
  • Ault weren is keine Kunst, aber lange lieben un nich ault weren daboi, dat is ne Kunst. (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Alt werden ist keine Kunst, aber lange leben und dabei nicht alt werden, das ist Kunst.
  • bedoor di man ehm (Burlage)
    beruhig dich mal
  • Dann´n Pracher fallt dat letzte ut de Kiep (Elbdeich Rosenweide)
    Dem Armen fällt das letzte aus dem Korb. Bezieht sich auf Menschen, die nicht mit Geld umgehen können
  • Dat Bass jökt (Elbdeich Rosenweide)
    Die Haut juckt
  • Dat beste iss ümmer, secht Jochn Brümmer, sick an de eegn Nääs to fatn und anner Lüh in Ruh to latn! (Elbdeich Rosenweide)
    Das beste ist immer, sagt Jochen Brümmer, sich an die eigene Nase zu fassen und andere Leute in Ruhe zu lassen!
  • Dat Bett iss so warm und de Fleu sünd satt! See uns Naber, wenn he de Tiet verslapen harr. (Elbdeich Rosenweide)
    Das Bett ist so warm und die Flöhe sind satt! Sagte unser Nachbar, wenn er die Zeit verschlafen hatte.
  • Dat Etn wör je man Teen'n taarn (Elbdeich Rosenweide)
    Das war zu wenig Essen (Zähne zum Narren halten)
  • Dat fleuht. (Elbdeich Rosenweide)
    Das Tiedehochwasser kommt.
  • Dat früßt! (Elbdeich Rosenweide)
    Es friert!
  • Dat griest in (Elbdeich Rosenweide)
    Es kommt schlechtes Wetter
  • Dat Hau grüüst al. (Elbdeich Rosenweide)
    Das Heu ist zu trocken geworden, es bricht.
  • Dat houlucht. (Elbdeich Rosenweide)
    Es wird gutes Wetter.
  • Dat Iis iss knubberich (Elbdeich Rosenweide)
    Das Eis nicht glatt gefroren
  • dat is een Klacks för mi (Hamburg/Schleswig-Holstein)
    das ist eine Kleinigkeit für mich, das macht mir nichts aus, das ist schnell erledigt
  • Dat is schnell too. (Scheeßel/Niedersachsen)
    Das ist schnell erledigt.
  • Dat is'n anner Kurn, sä de Möller un beet op'n Muuskötel. (24787 Fockbek)
    Das ist ein anderes Korn, sagte der Müller und biss auf einen Mäuseködel. Sagt man, wenn jemand zwar merkt, dass etwas an einer Sache faul ist, er sich aber trotzdem auf der falschen Fährte befindet.
  • Dat is'n Malheur, see de lütt buckelige Klempner, door harr he sien Nees an'n Teeketel fastlöt (Bremen)
    Das ist ein Malheur, sagte der kleine, buckelige Klempner, da hatte er seine Nase am Teekessel festgelötet
  • Dat iss'n Lickup (Elbdeich Rosenweide)
    Das ist eine Kleinigkeit
  • Dat kank nich (Elbdeich Rosenweide)
    Das kann ich nicht
  • Dat loopt as wen de Dübel Torf föhrt (Wesermarsch)
    Wenn alles glatt oder schnell geht
  • Dat schack nich (Elbdeich Rosenweide)
    Das soll ich nicht
  • Dat treckt sick no'n Liev (Bremen)
    Das (Kleidungsstück) passt sich dem Körper an.
  • Dat wigg nich (Elbdeich Rosenweide)
    Das will ich nicht
  • Dat wugg woll (Elbdeich Rosenweide)
    Das wollte ich wohl
  • Dat/de docht nix inne Wuddelsaat (Bremen)
    Das/der/die taugt nichts - in hohem Maße
  • Datt kummt swatt hoch! (Elbdeich Rosenweide)
    Da kommt ein starkes Gewitter!
  • De di hört und sütt di nich, mutt wunner denken watt du für´n Kerdl büß! (Elbdeich Rosenweide)
    Der dich hört und sieht dich nicht, muss verwundert denken,was du für ein mutiger Mann bist!
  • De Dübel schitt up'n groden Bulten. (Bremen)
    Der Teufel sch.. auf einen großen Haufen. (Wenn einer, der schon viel hat, immer wieder noch viel bekommt oder gewinnt.)
  • De Elw de geit (Elbdeich Rosenweide)
    Treibeis in der Elbe
  • De Elw de steit (Elbdeich Rosenweide)
    Die Elbe ist zugefroren
  • De Elw geit in Hemsärmel (Elbdeich Rosenweide)
    Die Elbe geht in Hemdsärmel (bei Sturm sind es die weißen Wellenkämme)
  • De Flaach treckt umrüm. (Elbdeich Rosenweide)
    Ein Regenschauer zieht an uns vorbei.
  • De hett aber von't Ledder trockn (Elbdeich Rosenweide)
    Der hat aber vom Leder gezogen. Heißt: Der hat "Klartext" geredet
  • De Köksch und de Katt hebbt ümmer watt, de Jung und de Hund mööt teubn bitt watt kummt. (Elbdeich Rosenweide)
    Die Köchin und die Katze haben immer was (zum Essen), der Junge und der Hund müssen warten bis was kommt.
  • De nich will dieken mutt wieken (Ostfriesland, Friesland)
    Wer nicht deichen will muss weichen
  • De Rau iss beter as de Kau (Elbdeich Rosenweide)
    Die Ruhe ist besser als das Essen
  • De sitt prall up'n End (Bremen)
    Der oder die ist nicht zu bewegen, vom Stuhl aufzustehen
  • di sikt woll de Hobern (Scheessel/Niedersachsen)
    dich sticht wohl der Hafer/übermütig sein
  • Do wat du wullt, de Lüh snackt doch. (Elbdeich Rosenweide)
    Tuh was du willst, die Leute reden doch.
  • Dor hebbt wei dat Ei, secht Butenscheun, dor harr em de Wurt inne Hand schetn. (Elbdeich Rosenweide)
    Da haben wir das Ei, sagt Butenschön, da hatte ihn der Erpel (männl. Ente) in die Hand gesch........!
  • Dor hett en Uul setn (Elbdeich Rosenweide)
    Wenn ein gedachter Erfolg nicht in Erfüllung geht
  • Dreih deck mal ümme up moine Seite. (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Versetz dich mal in meine Lage.
  • Du kannst mi mol diddeln! (Bremen)
    Du kannst mich mal.......(was auch immer) Hafen-Jargon.
  • Du olle Zäch (Scheeßel/Niedersachsen)
    Du alte Ziege
  • Ebbeer Ebbeer ester, bring mie'n lüdde Schwester - Ebbeer Ebbeer uder, bring mie'n lüddn Bruder. (Elbdeich Rosenweide)
    Das sangen die kleinen Kinder früher, wenn der Storch im Frühling kam
  • Eebn mal watt in'n Kropp higgn (Elbdeich Rosenweide)
    Zwischendurch was essen
  • Ei is´n Ei secht de Knecht biet edn to dann Buurn und langt nat grötste. (Elbdeich Rosenweide)
    Ei ist Ei sagt der Knecht beim essen zum Bauern und sucht sich das größte aus.
  • Ein fiule Appel verdörft teihne. (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Ein fauler Apfel verdirbt zehn
  • Em priggt de Habern (Elbdeich Rosenweide)
    Ihm sticht der Hafer (albern - ausgelassen)
  • En runzeligen Appel werd noch lange nich fiul. (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Ein runzliger Apfel (Mensch) hält sich noch lange.
  • Ers de Nähs und denn de Brill, denn wüllt wei seehn op't passn will. (Elbdeich Rosenweide)
    Erst eine Nase und dann eine Brille, dann wollen wir sehen ob es passen will.
  • Et werd nix seo heit egetten, wu et ekoket werd (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird
  • Etn un drinkn hölt Liev und Seel tohop! (Elbdeich Rosenweide)
    Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen!
  • Fall inne bree (Elbdeich Rosenweide)
    Jemand der sich nicht vor die Füße schaut. und dabei viel zerstört
  • Foiwe grade soin laten (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Etwas nicht so genau nehmen. Fünf gerade sein lassen.
  • Furts no Hus un bats up Bitt. (Finkenwerder)
    Schnell nach Haus und ab ins Bett.
  • haar leiper kunnt (Hümmling (Landkreis Emsland))
    hätte schlimmer kommen (oder sein) können
  • Harr de Hund nich scheeten, harr he 'n Hasen kregen! (Ostholstein)
    Hätte der Hund nicht sein Geschäft erledigt, hätte er einen Hasen gefangen. Wird Leuten entgegnet, deren "hätte" man nicht mehr hören kann.
  • Häs allweer stück'n krägen. (Emsland )
    Hast du wieder alles kaputtgemacht.
  • He brasst dör de Gegend. (Elbdeich Rosenweide)
    Er raast durch die Gegend.
  • He fallt mit de Döhr inn't Huus (Elbdeich Rosenweide)
    Das bezieht sich auf Leute, die nicht schweigen können.
  • He fraacht de Koh datt Kalf af (Elbdeich Rosenweide)
    Er fragt der Kuh das Kalb ab - Ein sehr neugieriger Mensch
  • He fritt mi de Hoor von´n Kopp (Elbdeich Rosenweide)
    Er frißt mir die Haare vom Kopf. Er ist unersättlich!
  • He hett Flöt in'n Kopp (Elbdeich Rosenweide)
    Er hat Unsinn im Kopf
  • He hett in´n Wispelneest pett (Elbdeich Rosenweide)
    Er hat in ein Wespennest getreten. Jemand hat etwas gesagt, was er lieber hätte verschweigen sollen!
  • He hett sick inne Neddln sett (Elbdeich Rosenweide)
    Wenn jemand eine große Dummheit begangen hat
  • He hett'n Brußn an'n Kopp (Elbdeich Rosenweide)
    Er hat eine Beule am Kopf
  • He is baff (Elbdeich Rosenweide)
    Er ist total überrascht
  • He is baff (Elbdeich Rosenweide)
    Er ist total überrascht
  • He is so dämlich as min Süster ehr Mann, den hebbt de Anten dootpett. (Bremen)
    Er ist so doof wie der Mann meiner Schwester, den haben die Enten totgetreten
  • He iss buukt. (Elbdeich Rosenweide)
    Er hat Blähungen.
  • He iss so klook, datt he dat Gras wassn hört (Elbdeich Rosenweide)
    Er ist so klug, dass er das Gras wachsen hören kann
  • He iss'n Buffbaff (Elbdeich Rosenweide)
    Mit diesem Menschen kann man nicht umgehen.
  • He krübbt wie de Snick in´n Teer (Elbdeich Rosenweide)
    Er kriecht wie die Schnecke im Teer (wenn jemand sehr sehr langsam geht)!
  • He lacht sick kringelich (Elbdeich Rosenweide)
    Er biegt sich vor lachen
  • He pietzt los. (Elbdeich Rosenweide)
    Er läuft schnell weg.
  • He sitt upn Bodderstock (Elbdeich Rosenweide)
    Er sitzt auf den Schultern
  • Hei frett ass en Smett. (Südlicher Kreis Hildesheim (ostfälisches Platt))
    Er frisst wie ein Schmied. (Er hat großen Appetit.)
  • Hei het n gnatz ob dek. (südlich Hildesheim)
    Wut/Auf Sturm gebürstet sein.
  • Hei un soin ött (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Er und seine Frau oder seine Freundin
  • Help mie mal up de Sprüngn! (Elbdeich Rosenweide)
    Vergessenes oder Erinnerungen wieder auffrischen
  • Hunnich um´m Boort smeern (Elbdeich Rosenweide)
    Jemanden loben um gleichzeitig etwas gutes von dem jenigen zu bekommen
  • Ick mutt mol ut de Büx (Kreis Steinburg)
    Ich muss mal auf die Toilette
  • Ick sech noch:"Vadder schlach dat Swien"! aber nee, he leut dat von de Heuner Dot perdn! (Elbdeich Rosenweide)
    Ich sagte noch: "Vater schlachte das Schwein"! Aber nein, er ließ es von den Hühnern Tot treten
  • Ik krich de Gräsen. (Bremen)
    Ich bekomme Furcht, Erschauern.
  • Ik pack di ant Rämmelken. (Emsland)
    Ich pack dich am Kragen.
  • inne Klatten kriegen (Bremen)
    miteinander in Streit geraten
  • Is de Putt ok noch so scheef, dor passt en Deckel up (Elbdeich Rosenweide)
    Es handelte sich um schüchterne junge Leute, die probleme hatten, einen Partner zu finden.
  • Jümmer hungrich und meuch, (....) dat iss woll dee öllste Krankheit. (Elbdeich Rosenweide)
    Immer hungrig und müde, das ist wohl die älteste Krankheit.
  • Kiek mol wedder in. (Kreis Steinburg)
    Guck mal wieder hinein. / Komm mal wieder.
  • Kiek nich in't Muuslock, kiek in de Sünn. (Bremen)
    Guck nicht in das Mauseloch, guck in die Sonne - Lebensweisheit/Zitat vom ehem. Bremer Bürgerm. Wilhelm Kaisen
  • Kinner und Kalbermaat mööt groode Lüü weetn. (Elbdeich Rosenweide)
    Kinder und Kälbermaß müssen erwachsene Leute wissen (das bezieht sich auf Essen und trinken)
  • Klei mi an de Fööt (Ostholstein)
    LmaA - Leck mir an den Füßen
  • Klei mi an mors! (Bremerhaven, Cuxhaven)
    Du kannst mich mal! (...an den Hintern fassen)
  • Klookschieters un Meckerbüddels buten blieben (Bremen)
    Klugscheißer und Meckerer draußen bleiben (Spruch im Laden eines Orthopädieschuhmachers in Bremen)
  • Kott för Tante Meier in de Büx. (Kreis Rendsburg)
    Dicht daneben ist auch vorbei.
  • Kreiht de Haan up'n Mess ennert sick dat Weer oder dat blift wiet iss! (Elbdeich Rosenweide)
    Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist!
  • Kruse Hoor und krusen Sinn, sitt de Dübel dree mol in! (Elbdeich Rosenweide)
    Krause Haare, krauser Sinn, sitzt der Teufel dreimal drinn! (Das bezieht sich auf junge Mädchen, die zuviel Temperament haben).
  • Kumm mi nich an ne farf (Visselhövede)
    Komm mir nicht zu nah
  • Lot di man Tied is ok een Walzer (Kreis Stormarn)
    Laß dir Zeit
  • Marks Müüs? (Bremen)
    Merkst Du was?
  • Mäkens, de dor fleit un Höhner de dor kreit, sünd wert, dat man jem den Hals umdreiht (Bremen)
    Mädchen, die da pfeifen und Hühner, die da krähen, sind wert, dass man Ihnen den Hals umdreht
  • Mi geit'n Licht up! (Elbdeich Rosenweide)
    Es fällt mir wieder ein.
  • Mi is so plümerant to mot (Hamburg/Schleswig-Holstein)
    Mir ist ganz flau/übel, ich habe ganz weiche Knie
  • Mie geit'n Licht up (Elbdeich Rosenweide)
    Mir fällt was vergessenes wieder ein
  • Mien lüddn Pummel (Elbdeich Rosenweide)
    Anrede für ein kleines süßes Kind
  • Mook, wat du wullt, de Lüüd schnackt doch. (Bremen)
    Egal, was du auch tust, die Leute tratschen doch über dich.
  • Morgenrot, bringt hüüte noch Water in'n Soot, Abendrot, ward morgen dat Weer good (Bremen)
    Wetterspruch: Morgenrot bringt heute noch Wasser in den Brunnen, Abendrot - wird morgen das Wetter gut
  • Mööch und satt, wie scheun iss dat. (Elbdeich Rosenweide)
    Müde und satt, wie schön ist das.
  • Nu isst dor rut, de Jung heet Miene. (Elbdeich Rosenweide)
    Sagte der Bauer, als sein "Hoferbe" geboren war.
  • Nu weene man nich, nu weene man nich, in'n Backaben staht Klüddn, dat weest du man nich. (Elbdeich Rosenweide)
    Nun weine man nicht, nun weine man nicht, im Backofen stehen Klöße, das weiß du ja nicht! Kleine Kinder wurden früher so getröstet.
  • Prost, wer nix hett, de hoost. (Bremen)
    Trinkspruch: Prost, wer nichts hat, der hustet.
  • En Brill köpen un froi'en, dat mösst diu jümmer noch sülm maken. (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Eine Brille kaufen und heiraten, das musst du immer noch selbst machen.
  • Geo'en dagg seggt de Biu'er, wenne inne Stadt kümmt (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Aufforderung zum Grüßen
  • Roland mit de spitzen Knee, segg mol, deit di dat nich weh? (Bremen)
    Roland (Wahrzeichen von Bremen) mit den spitzen Knien, sag mal, tut dir das nicht weh?
  • Schiet an'n Boom. (Bremen)
    Ist egal, ich gebe auf.
  • Schluckupp un ick güngn over't Meer, Schluckupp bleev dor un ick keem weer. (Aurich, Ostfriesland)
    Schluckauf und ich gingen über's Meer, Schluckauf blieb dort und ich kam wieder. (Zu zitierender Spruch bei hartnäckigem Schluckauf.)
  • See iss kiddlich. (Elbdeich Rosenweide)
    Sie ist kitzelig.
  • Stell di nich so vertaagen an. (Bremen)
    Sei nicht so zimperlich (verzogen).für 1 Person, die an eine Sache nicht so recht rangeht
  • Stopp, stopp, Stüben Stack (Elbdeich Fliegenberg)
    Grölte ein Schiffer auf der Elbe, bevor sein Schiff im dichten Nebel gegen eine Buhne (Stackkopf) fuhr!
  • Süss woll! (Elbdeich Rosenweide)
    Siehst du wohl!
  • Taach wie Büxnledder (Elbdeich Rosenweide)
    Zäh wie eine Lederhose. Das bezieht sich auf viel zu zähes Fleisch.
  • Täömiggaohn, Täömiggaohn - is den Düvel sien Bedde daon. (Kreis Unna)
    Müßiggang, Müßiggang - ist dem Teufel sein Bett machen. (Müßiggang ist aller Laster Anfang.)
  • To os Buckliear (Ostwestfalen/Bielefeld)
    Zäh wie Bockleder
  • Tunt henn tunt her, tunt morgen mehr. (Elbdeich Rosenweide)
    Wenn jemand zuviel dummes Zeug redet.
  • Uns Vadder kikt ut'n Fenster und secht "dat regnt"! Mama secht "wat mokt wei denn? Papa secht: "denn maakt wei dat wie de Wandsbecker! " Und wie maakt de dat"? "De laat dat ruhig regn"! (Elbdeich Rosenweide)
    Unser Vater schaut aus dem Fenster und sagt:" Das regnet"! Mama fragt:?"Was machen wir dann"? Vater: "Wir machen das so wie die Wandsbecker"! " Wie machen die das"? "Die lassen es ruhig regnen"!
  • Up'n Heger kümmt en Feger (Greene/Kreiensen - ostfälisches Platt)
    Nach einem Sparsamen in der Familie folgt ein Verschwender
  • up'n Kaneel passen (Bremen)
    Detektivisch über bestimmte Dinge etc. wachen
  • Ümmer sinnich mit de jungen Peer (Elbdeich Rosenweide)
    Das bezieht sich auf junge Leute, die lansam an Arbeit gewöhnt werden sollen
  • Veerlanner Piddlpöch (Elbdeich Rosenweide)
    riefen früher die Kinder über die Elbe von Rosenweide aus
  • Vertell, vertell, do stinkst so scheun na Köm (Elbdeich Rosenweide)
    Erzähle, erzähle, du riechst so schön nach Schnaps
  • Vom Disch in de Wisch (Mecklenburg)
    Gleich nach dem Essen auf den Lokus gehen
  • Wat den Eenen sien Uhl is, is den Annern sien Nachtigall. (Hamburg)
    Was der Eine nicht mag, mag der Andere gern.
  • watt in'n Kropp higgn (Elbdeich Rosenweide)
    schnell etwas essen
  • Watt kiks mie an, watt lachs mie to, denks du, du büss mien Brut, du hess je'n veel to scheebe Snuut! (Elbdeich Rosenweide)
    Das sagten und neckten damals die Schulkinder untereinander auf dem Schulhof.
  • Wenn de Kadd Gras frit, denn gift dat Regen (Elbdeich Rosenweide)
    Wenn die Katze Gras frißt, dann gibt es Regen
  • Wenn de Katt sick putzt, denn kummt Besöök (Elbdeich Rosenweide)
    Wenn sich die Katze putzt, bekommt man Besuch.
  • Wenn de Keu dann Mors in´n Wind stellt, denn gift dat Regen (Elbdeich Rosenweide)
    Wenn die Kühe den Hintern in den Wind stellen, dann gibt es Regen
  • Wenn de Lüüs lies loopt up dann Kopp so henn und her, "tööf, denn laaf furts man Essig köpn, und schon loopt se dor nich mehr"! (Elbdeich Rosenweide)
    Ein altes Hausmittel gegen Kopfläuse! Wenn die Läuse leise laufen, auf dem Kopf so hin und her, lasst uns man gleich Essig kaufen und schon laufen sie nicht mehr.
  • Wenn du dor henn schüss, wo du henn kikn deis, denn will ick de Haas wesn, secht de Drieber to dann Jäger de so schieln dä! (Elbdeich Rosenweide)
    Wenn du dahin schießt, wo du hin guckst, denn will ich der Haase sein. Sagt der Treiber zu dem Jäger, der so schielt!
  • Wenn't Ostern iss, wenn't Ostern iss, denn slacht uns Vaddern Buck, denn danzt uns Mudder, denn danzt uns Mudder, denn wackelt ehr de Rock. (Elbdeich Rosenweide)
    Meine Großmutter sang uns diesen Vers Ostern vor ( um 1940)
  • Wie kannt angahn, dat en swadde Koh widde Melk gift? (Elbdeich Rosenweide)
    Wie kann es angehen, dass eine schwarze Kuh weiße Milch gibt?
  • Wie kann't angaan, meerdn in'n Sommer und aal Boll-iis! (Elbdeich Rosenweide)
    Wie kann es angehen, mitten im Sommer und alles brüchiges Eis. (Das rief unser Nachbar, als er "sehr" alkoholisiert von einer Feier kam und mit beiden Füßen in den Frühbeetfenstern stand.
  • Witten Tweern, schwatten Tweern, giezge Lüde geeft nich geern (Bremen)
    Weißer Zwirn, schwarzer Zwirn, geizige Leute geben nicht gern - Spruch der Kinder beim Nikolauslaufen, wenn die Gaben ausblieben
  • Woar di wech/woart jau (Scheessel/Niedersachsen)
    Geh aus dem Weg/weg da
  • wut du, schall ik, süss loat mii (Hoya u. Umgebung)
    willst du, soll ich, sonst lass mich (wenn man sich nicht einig ist, wer zuerst durch die Tür gehen soll)
  • Zuck zuck zuck na Möhlen, Franz de ritt up' de geele, Greta ritt up de roode Koh, de hört dat ganze Oober to. En griemels von mien Oma 1940, wenn se mie up'n Schoot har! (Elbdeich Rosenweide)
    Eine Wagen mit Getreide wurde mit einem Kuhgespann zu Mühle gefahren
  • He hett 'n Brett vörn Kopp. (Elbdeich Rosenweide)
    Wenn man jemand etwas absolut nicht verständlich machen kann.
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Tastatur, blau beleuchtet © Bach&Opitz Fotograf: Bach&Opitz
 

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