Stand: 11.06.2019 09:00 Uhr

Ein (jazz-) musikalisches Raumerlebnis in 360°

Jazz in der dritten Dimension mit immersivem Sound? Erleben Sie die erste Konzerthälfte der NDR Bigband als 3D-360°-Video. Am Besten mit VR-Brille und In-Ear-Kopfhörern.

Geir Lysne, der Chefdirigent der NDR Bigband, ist ein Grenzgänger. Zwischen Jazz, Klassik und Folklore, traditioneller und experimenteller Musik, spürt er immer wieder neue Ansätze auf, aus denen er spannungsgeladene Projekte entwickelt, die dem Bigband-Genre neue Dimensionen öffnen.

Screenshot: Geir Lysne sitzt vor einem Computerbildschirm mit Noten. © NDR Foto: Veronika Emily Pohl

"Die Idee war, ein Raumerlebnis zu schaffen"

"Alle Komponisten haben ein Konzept im Kopf, bevor sie zu schreiben beginnen", so Geir Lysne. Das Projekt "Ein (jazz-)musikalisches Raumkonzept" hat er speziell für die Elbphilharmonie entwickelt.

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Jazz in der dritten Dimension

In dem Projekt "Ein (jazz-) musikalisches Raumerlebnis", das Lysne eigens für den Auftritt der NDR Bigband in der Elbphilharmonie geschrieben hat, geht es um die Erkundung seiner Musik in der dritten Dimension, um die Erschließung der Architektur des Konzerthauses als Erfahrungsraum.

Ein ideales Projekt - gerade durch die mittige Bühne mit Publikum und Solisten ringsherum - um es als VR-Erlebnis darzustellen. Besonders ist, dass durch eine sehr aufwendige Mischung Bild und Ton bei Kopfdrehung in einer gemeinsamen Achse bleiben, was einen hohen Grad an Illusion schafft. Um den immersiven Sound zu erleben, sollte man idealerweise einen In-Ear-Kopfhörer an die VR-Brille anschließen.

"Sound of Surprise" à la NDR Bigband

Die konventionelle, nach Satzgruppen sortierte Aufstellung einer Bigband ist hier aufgehoben, die Musiker, die ja allesamt als exzellente Jazz-Solisten profiliert sind, spielen und improvisieren in ungewohnten Konstellationen im Konzertraum. Dabei spiegelt die Musik die nun schon vertrauten Qualitäten des Bandleaders wider: Gewürzt mit einer Prise skandinavischer Folklore ist sie mitreißend groovy, spannungsvoll und außerordentlich farbenfroh.

Als Solisten sind dabei: Wu Wei, Virtuose auf der traditionellen, chinesischen Mundorgel, Sänger Johan Sara, einer der wichtigsten musikalischen Vertreter der samischen Minderheit, und Perkussionist Sidiki Camara, einer der profiliertesten Vertreter der westafrikanischen Percussionskunst der Mandinge.