Eine Marien-Statue © Colourbox

Maria Geburt - Ein Hauch von Weihnachten im Spätsommer

Stand: 08.09.2021 08:18 Uhr

Die Kirche begeht alljährlich am 8. September das "Fest Maria Geburt". Damit wird an die Geburt von Maria, der Mutter Jesu Christi, erinnert.

von Theologin Jacqueline Rath

Haben sie Sie auch schon erschreckt? Diese roten Tüten mit goldener Schrift im Supermarktregal. Lebkuchen und Spekulatius, im September. Nein, ich will das noch nicht. Noch lange nicht! Ich will noch viele sonnige warme Stunden draußen an Elbe und Alster sein, so wie in den vergangenen Tagen.

Die Geburtsgeschichte Jesu

Aber selbst in meiner Kirche begegnet mir heute schon ein Hauch von Weihnachten. Heute steht nämlich die Geburtsgeschichte Jesu auf dem Leseplan. Aber warum um diese Jahreszeit? Wir feiern heute das Fest Maria Geburt, also den Geburtstag von der Mutter Jesu. Deshalb lesen wir davon, dass sie Gottes Sohn zur Welt bringen wird. Und wir lesen auch davon, dass Josef, Marias Verlobter, nicht gerade begeistert davon war, als Maria ihm erzählte, dass sie schwanger sei. "Schwanger von Gott? Ja nee, ist klar", würde heute wohl ein Mann zu seiner Verlobten sagen.

Josef zweifelt an Marias Geschichte

Auch Josef hatte große Zweifel an dieser Geschichte und wollte Maria verlassen. Für Maria wäre das in der damaligen Zeit das Ende gewesen. Außerdem war sie blutjung. Aber Gott sorgt für Maria. Im Traum erscheint Josef ein Engel und spricht ihm Mut zu, Maria zur Frau zu nehmen. Was sie ihm erzählte ist wahr. Nun glaubt Josef. Er bleibt an Marias Seite und sicherlich mögen beide unsicher gewesen sein, vielleicht hatten Sie sogar ein wenig Angst vor dem, was nun kommen würde. Aber sie halten zusammen.

So gesehen macht es Sinn, dass heute, am Geburtstag Mariens diese weihnachtliche Geschichte gelesen wird. Den daran zu erinnern, dass es jemanden im eigenen Leben gibt, dem man ganz und gar vertrauen kann, das ist ein wunderbares Geburtstagsgeschenk.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 08.09.2021 | 09:40 Uhr

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